Hermann Ludloff

sachsen-meiningischer Landtagsabgeordneter, Domänenpächter und Rittergutsbesitzer From Wikipedia, the free encyclopedia

Heinrich Wilhelm Hermann Ludloff (* 4. Januar 1828 in Niederfüllbach; † 29. August 1898 in Billmuthausen) war ein sachsen-meiningischer Landtagsabgeordneter, Domänenpächter und Rittergutsbesitzer.

Leben

Herkunft

Hermann Ludloff war der älteste Sohn von Johann Rudolf Friedrich Ludloff und Bruder von Otto Ludloff, welcher später ebenfalls Domänenpächter und Rittergutsbesitzer (Kloster Rohr) wurde.

Werdegang

Hermann Ludloff besuchte das Gymnasium Sondershausen und die Realschule Meiningen. Anschließend studierte er nach einer landwirtschaftlichen Ausbildung in Jena Landwirtschaft.

Verwaltertätigkeiten

1855 pachtete er die Domäne Neuhof bei Heldburg und 1861 wurde er immer noch als Domänenpächter für Neuhof und Völkershausen aufgeführt.[1] Seit ca. 1874 war Ludloff Domänenbesitzer von Billmuthausen, welches sein Vater ab 1834 besessen hatte.[2] Gemeinsam mit seinem Sohn Johannes (1856–1925) verwaltete er bis zu seinem Tod 1898 das Gut Neuhof. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sowohl Billmuthausen als auch Neuhof ersatzlos enteignet.

Landtags- und Vereinstätigkeiten

Von ca. 1860 an war Ludloff, gemeinsam mit z. B. Eduard Rückert, Mitglied des Landtags von Sachsen-Meiningen.[3] 1867 wurde er noch als Landtagsabgeordneter geführt.[4] Er war von ca. 1861 bis 1869 Direktor des deutschen landwirtschaftlichen Vereins und Ackerbauschulen für Sachsen-Meiningen.[1][5][6] 1876 war er Gründungsmitglied und nach einer Wahl gemeinsam mit Karl Ernst Freiherr von Thüngen erster Präsident der Versammlung der Steuer- und Wirthschaftsreformer.[7]

Hermann Ludloff war Freimaurer.[8]

Familie

Hermann Ludloff war verheiratet und hatte fünf Kinder. Einer seiner Nachfahren ist der Architekt Jens Ludloff.

Literatur

Einzelnachweise

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