Hermann Suhrau

deutscher kommunistischer Politiker der Memelländischen Arbeiterpartei (MAP) From Wikipedia, the free encyclopedia

Hermann Suhrau (* 25. April 1898 in Memel; † 13. Februar 1947 in Bayreuth) war ein deutscher kommunistischer Politiker der Memelländischen Arbeiterpartei (MAP). Er war neben Adolf Monien deren Co-Vorsitzender und war ab 1927 Mitglied des Seimelis.

Leben

Suhrau war Holz- und Bauarbeiter und trat 1925 der im gleichen Jahr gegründeten Memelländischen Arbeiterpartei bei, für die er zeitgleich erfolglos für den Seimelis kandidierte. Zwei Jahre später wurde er neben Adolf Monien Co-Vorsitzender der MAP und führte bei den Seimelis-Wahlen 1927, 1930 und 1932 erfolgreich die Wahlliste der Partei an, sodass er fortan im Parlament vertreten war. Zur nachfolgenden Wahl 1935 trat die MAP der Memelländischen Einheitsliste bei. Mit dem Tod des Abgeordneten Bernhard Mielke am 21. April 1936 rückte Suhrau ins Parlament nach.

Nach dem Anschluss des Memellands an das Dritte Reich durch das deutsche Ultimatum an Litauen im März 1939 trat Suhrau der NSDAP bei. Suhrau nahm als Angehöriger der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg am Angriff auf Polen teil und wurde im darauffolgenden Jahr aufgrund einer Operation aus dem Militärdienst entlassen. Er arbeitete im Anschluss von 1940 bis 1944 in der Stadtverwaltung von Memel und war Hausmeister in der lokalen Jugendmusikschule.

Im Oktober 1944 floh Suhrau mit seiner Familie vor der heranrückenden Roten Armee und siedelte im März 1945 nach Gefrees über. Suhrau verstarb am 13. Februar 1947 in einem Krankenhaus im nahegelegenen Bayreuth.

Quellen

  • Von Reval bis Bukarest – Statistisch-Biographisches Handbuch der Parlamentarier der deutschen Minderheiten in Ostmittel- und Südosteuropa 1919–1945, Band 1 und 2, Kopenhagen 1991, ISBN 87-983829-1-8.

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