Hermann Woldt
Lübecker Ratsherr
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Leben
Hermann Woldt war Sohn des Lübecker Ratsherrn Heinrich Woldt.[1] Er war Mitglied der Kaufleutekompagnie und wurde auf deren Vorschlag 1732 in den Lübecker Rat erwählt. 1736 war er gemeinsam mit dem Lübecker Bürgermeister Heinrich Balemann Kirchenvorsteher der Lübecker Marienkirche; beide stifteten ihr eine Taufkanne aus Silber. In seine Amtszeit als Ratsherr fällt die von der Bürgerschaft erzwungene Selbstergänzung des Lübecker Rates 1739. 1745 ließ er gemeinsam mit dem Heinrich Balemann, Heinrich Rust und Mattheus Rodde als Vorstehern die große Glocke des Heiligen-Geist-Hospitals durch den Ratsgießer Lorenz Strahlborn bzw. dessen Sohn Dietrich im Ratsgießhaus umgießen.[2] Wegen Insolvenz trat er am 30. August 1748 als Ratsherr zurück.[3]
Er war verheiratet mit Elisabeth (Elsabe) Marie, geb. Wolffradt. Eine Tochter des Paares, Henrietta, heiratete den Pastor und Senior Adde Bernhard Burghardi.
Literatur
- Gustav Schaumann, Friedrich Bruns (Bearbeiter): Die Bau- und Kunstdenkmäler der Freien und Hansestadt Lübeck. Hrsg. von der Baudeputation. Band 2, Teil 2: Die Marienkirche. Nöhring, Lübeck 1906, S. 430 (Digitalisat).
- Wilhelm Plessing: Das Heilige Geist Hospital in Lübeck im 17. und 18. Jahrhundert. Lübeck 1914, S. 79 ff (Digitalisat).
- Emil Ferdinand Fehling: Lübeckische Ratslinie. Verlag Max Schmidt-Römhild, 2. Auflage Lübeck 1925, Nr. 864. Unveränderter Nachdruck Lübeck 1978, ISBN 3-7950-0500-0.