Hermenegildo Alves
osttimoresischer Politiker und Freiheitskämpfer
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Hermenegildo Augusto Pereira Alves (* 1941; † 1979 in Osttimor), Kampfname Busa, war ein osttimoresischer Politiker und Freiheitskämpfer.[1][2]

(sitzend, 1. v. l.) in der portugiesischen Armee (zwischen 1962 und 1965)
Alves war Mitglied des Zentralkomitees der FRETILIN, die am 28. November 1975 die Unabhängigkeit Osttimors ausrief.[3] Außerdem war er stellvertretender Kommandant der Forças Armadas de Libertação Nacional de Timor-Leste (FALINTIL).[3] Im aufgestellten Regierungskabinett wurde Alves zum stellvertretenden Vizeminister für Verteidigung ernannt.[3]
Nach der Eroberung Dilis durch die Indonesier am 7. Dezember 1975 erhielt Alves das Kommando über die FALINTIL in Liquiçá, Ermera und Teilen von Bobonaro (dem späteren Widerstandssektor Fronteira Norte).[4.1] Diese Position übernahm Filomeno Paixão im Januar 1977.[5] Im selben Jahr wurde das Amt des Vizeverteidigungsministers abgeschafft und Alves quasi zum Sektorkommandeur (COMSEC) des Sektors Centro Leste degradiert.[5][6]
Anfang 1979 wurde Alves von den indonesischen Invasoren gefangen genommen und verschwand kurz darauf.[7][8]
2006 wurde Alves posthum der Ordem de Dom Boaventura verliehen.[3] Seine sterblichen Überreste ruhen auf dem Heldenfriedhof in Metinaro.[1]