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Hermine Bosetti

österreichische Koloratursopranistin und Gesangspädagogin From Wikipedia, the free encyclopedia

Hermine Bosetti, verehelichte Hermine von Flick (* 28. September 1875 in Wien; † 1. Mai 1936 in Höhenrain am Starnberger See[1]) war eine österreichische Opernsängerin (Koloratursopran) und Gesangspädagogin.

Hermine Bosetti

Leben

Bosettis Eltern waren Johann Bosetti (* 1831 Wien; † 1898 ebendort), ein Verwaltungsmitarbeiter der Tageszeitung Neue Freie Presse und Theresia Girsa, geb. Petz (* 1837 Wien; † 1911 ebendort).[2] Die Eltern heirateten 1880.[3]

Bosetti debütierte nach einer Ausbildung in ihrer Heimatstadt durch Aurelie Jäger-Wilczek 1898 am Hoftheater von Wiesbaden als „Ännchen“ im Freischütz. Von 1900 bis 1901 war sie Mitglied der Wiener Staatsoper und zwischen 1901 und 1924 war sie eine Starsängerin an der Bayerischen Hof-/Staatsoper. Sie trat in fast allen deutschen Opernhäusern auf und sang auch in Belgien, England (London), Holland, Italien und Russland. 1905 erhielt sie den Titel Kammersängerin.

Sie sang in München Partien in den (deutschsprachigen) Uraufführungen zweier Opern von Ermanno Wolf-Ferrari: am 27. November 1903 die „Columbina“ in Die neugierigen Frauen und am 19. März 1906 die „Felice“ in Die vier Grobiane.

1908 sang sie in Wien als Gast die „Königin der Nacht“ (Die Zauberflöte) und „Marguerite von Valois“ (Die Hugenotten), 1911 den „Octavian“ im Rosenkavalier.[4]

1913 wurde Bosetti das „Gesicht“ des Kosmetikunternehmens Aok.[5] Im selben Jahr wurde ihr für ihre Leistungen vom Ministerium des königlichen Hauses Sachsen die bürgerliche goldene Medaille Bene merentibus verliehen.[6]

Sie unterrichtete seit 1912 Gesang, von 1925 bis 1930 am Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main.[7] Zu ihren Schülern zählten Marcia van Dresser und Adele Kern.

Hermine Bosetti heiratete 1895 den Bankbeamten Gustav Josef Dominik Ritter von Flick (* 1869 Raitz; † 1902 Wien).[8] Der gemeinsame Sohn Leontin (1895) starb bereits nach wenigen Monaten, die Tochter Gabriele (* 1898 Wien) im Alter von 89 Jahren 1988 in Tacoma, Washington.[9] Diese gab als Gabriele Bosetti-Helbach bzw. Elli Bosetti Liederabende (Hamborn, 1928)[10] oder trat als Sopranistin in Operetten auf (München 1932).[11]

Tonträger

Hermine Bosetti publizierte zahlreiche Schallplatten auf G&T (München 1906), Odeon (Berlin 1907–14) und Grammophon (Berlin 1916).[12] 13 Titel wurden auf der LP Hermine Bosetti : 1875–1936 wiederveröffentlicht (Preiser Records/Court Opera Classics CO 396. Wien 1980).

Rollen (Auswahl)

Meyerbeer:

Mozart:

Puccini:

Rossini:

 

Johann Strauß:

Richard Strauss:

Wagner:

Weber

Quellen für die Rollen ihres Repertoires: [13][14]

Literatur

Einzelnachweise

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