Herta Schmid
deutsche Slawistin
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Herta Schmid (* 24. Oktober 1942 in Mülheim an der Ruhr) ist eine deutsche Slawistin und Hochschullehrerin.
Leben
Sie studierte Germanistik, Russisch und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum. Sie erwarb ihren Doktorgrad 1973 an der Universität Konstanz und die Habilitation 1981 an der Ruhr-Universität. Von 1972 bis 1982 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin am Slawistischen Seminar der Ruhr-Universität, von 1982 bis 1984 als Oberdozentin im selben Institut. Anschließend wurde sie Professorin am Slawischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo sie von 1984 bis 1991 tätig war. Von 1972 bis 1989 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Slawischen Seminar der Universität Amsterdam und von 1991 bis 1996 als Professorin für Theaterwissenschaft an derselben Universität.[1] Am Institut für Slawistik der Universität Potsdam lehrte sie von 1996 bis 2008. 2008 wurde sie emeritiert.
Forschung und Lehre
Ihre Forschungs- und akademischen Interessen liegen in den slawischen Literaturen (russisch, polnisch und tschechisch), dem russischen Drama, der Literaturtheorie (Prager Strukturalismus, russischer Formalismus und Ästhetik), der Dramentheorie, der Theatersemiotik, der Literaturanalyse und der literarischen Komparatistik.
Schriften (Auswahl)
- Strukturalistische Dramentheorie. Semantische Analyse von Čechows „Ivanov“ und „Der Kirschgarten“. Kronberg 1973, ISBN 3-589-00032-5.
- Struktury a funkce. Výbor ze studií 1989–2009. Praha 2011, ISBN 978-80-246-1988-0.
- Literatur als Kunst. Studien zum tschechischen Strukturalismus. Berlin 2019, ISBN 978-3-631-74530-4.
Literatur
- Birgit Krehl (Hrsg.): Slavisches Drama und Theater in Vergangenheit und Gegenwart. Beiträge zur Jubiläumstagung anlässlich des 65. Geburtstages von Herta Schmid an der Universität Potsdam. München 2012, ISBN 978-3-86688-273-7.