Herzogenbuchsee

Gemeinde im Kanton Bern in der Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

Herzogenbuchsee (berndeutsch Herzogebuchsi, von den Einheimischen Buchsi genannt) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Oberaargau des Kantons Bern in der Schweiz.

Schnelle Fakten Lage der Gemeinde ...
Herzogenbuchsee
Wappen von Herzogenbuchsee
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Bern Bern (BE)
Verwaltungskreis: Oberaargauw
BFS-Nr.: 0979i1f3f4
Postleitzahl: 3360 Herzogenbuchsee
3363 Oberönz
UN/LOCODE: CH HRZ
Koordinaten: 619812 / 225853
Höhe: 465 m ü. M.
Höhenbereich: 450–537 m ü. M.[1]
Fläche: 9,82 km²[2]
Einwohner: 7502 (31. Dezember 2024)[3]
Einwohnerdichte: 764 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
21,2 %
(31. Dezember 2024)[4]
Website: www.herzogenbuchsee.ch
im Frühling 2003
im Frühling 2003
Lage der Gemeinde
Karte von Herzogenbuchsee
Karte von Herzogenbuchsee
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Auf den 1. Januar 2008 wurde die Fusion mit der Gemeinde Oberönz (941 Einw.) vollzogen. Die neue Gemeinde trägt weiterhin den Namen Herzogenbuchsee.

Geschichte

Luftbild von Walter Mittelholzer (1934)

Der auf einer Moräne des Rhonegletschers aus der letzten Eiszeit erbaute Ort blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits vor zehntausend Jahren war die Gegend rund um den Inkwilersee und Burgäschisee besiedelt. An verschiedenen Stellen rund um die heutige reformierte Kirche wurden Fundamente von römischen Gebäuden aus der Zeit um 200 n. Chr. gefunden.

Die erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen puhsa (Buchsa gesprochen, vom Lateinischen buxum, was Buchs bedeutet), datiert aus dem Jahr 886 in den Schriften des Klosters St. Gallen. Das Dorf gehörte damals nach diversen Teilungen des europäischen Grossreiches der Karolinger zum ostfränkischen Reich.

Um 920 wurde die Region vom Burgunder-König Rudolf besetzt und gehörte ab 1033 als burgundischer Reichsteil zum deutschen Kaiserreich. In den folgenden Jahrhunderten stand Herzogenbuchsee unter der Herrschaft der die Burgunder regional vertretenden Zähringer, der Kyburger und danach unter Altbernischer Hoheit innerhalb der Eidgenossenschaft. Der Name "Herzogenbuchze" erscheint erstmals 1301 in einer Urkunde. Es scheint, dass er zur Unterscheidung von Münchenbuchsee eingeführt wurde und auf das damals die Herrschaft über das Dorf ausübende Adelshaus Kyburg bezogen war.

Die letzte Schlacht im Schweizer Bauernkrieg fand am 7. Juni 1653 in Herzogenbuchsee statt. Das Dorf ging während der Kampfhandlungen in Flammen auf.

Am Heiligabend 2019 brannte die reformierte Kirche der Gemeinde zweimal, wobei abends beim erneuten Aufflammen die brennende Turmspitze aufs Dach der Kirche stürzte und so schwere Schäden am Gebäude verursachte.[5] Der Kirchturm und das Kirchenschiff sind nach aufwändigen Renovationsarbeiten seit April 2021 wieder zugänglich.[6]

Bevölkerung

Weitere Informationen Bevölkerungsentwicklung ...
Bevölkerungsentwicklung
Jahr17641850188019001930195019801990200020102011201220132023 2024
Einwohner4811525233425333235379051075195533869497055706071507438 7502
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Politik

Die Exekutive besteht aus dem siebenköpfigen Gemeinderat. Die parteipolitische Zusammensetzung für die Legislaturperiode 2022–2025 ist folgendermassen: SP 2, SVP 2, GLP 2, Die Mitte 1. Gemeindepräsidentin ist Livia Stauer (GLP).[7]

Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2023 betrugen: SVP 29,0 % (+1,6 %), SP 19,7 % (+1,2 %), GLP 14,0 % (+3,5 %), FDP 9,2 % (−1,7 %), Mitte 9,0 % (−3,0 %), GPS 8,5 % (−2,4 %), EVP 4,7 % (+1,2 %), EDU 2,6 % (+0,9 %), Piraten 1,2 %.[8]

Wirtschaft

Die 7502 (Stand 2024) Einwohner[9] zählende Gemeinde beheimatet zahlreiche Gewerbebetriebe und Industriebetriebe (Maschinenbau).

Verkehr

Perronhalle am Bahnhof (1857–1979)

Herzogenbuchsee liegt an der Bahnstrecke Olten–Bern. Seit Inbetriebnahme der Neubaustrecke Zürich–Bern wird der Fernverkehr an dem Dorf vorbeigeführt. Herzogenbuchsee war Endpunkt der ehemaligen Strecke aus Solothurn.

Die Hauptstrasse 1 zwischen Zürich und Bern verläuft durch das Dorf, ausserdem mündet hier die von Murten her kommende Hauptstrasse 22 ein.

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Bilder

Literatur

Einzelnachweise

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