Hetty Bresser

deutsche Künstlerin, Dramaturgin und Designerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Hetty Bresser (auch Hetty Breßer; * 1914 in Oberhausen; † 2004 in Mülheim an der Ruhr) war eine deutsche Künstlerin, Dramaturgin und Designerin.

Leben

Hetty Bresser wurde im Jahr 1914 in der damals preußischen Stadt Oberhausen geboren. Irrtümlicherweise wurde immer wieder auch das Geburtsjahr 1915 und der Geburtsort Duisburg erwähnt. Sie absolvierte zwischen 1936 und 1938 ein Studium an der Essener Folkwangschule für Gestaltung. Zwischen 1950 und 1954 war Bresser als Redakteurin bei der Düsseldorfer Wochenzeitung „Blick in die Woche“ tätig. Anschließend wurde sie Dramaturgin bei der DEFA in Ost-Berlin. Zusammen mit dem ebenfalls aus dem Ruhrgebiet stammenden Schriftsteller Herbert Burgmüller entstand das Drehbuch für den Film „Das Erbe Fabricius“. Der Film wurde von der Imperial-Film GmbH produziert und spielte im Duisburg-Ruhrorter Hafen.

Ab 1965 war sie Mitglied des Duisburger Künstlerbundes. Bis 1974 war Hetty Bresser als Designerin tätig insbesondere in der Kollektionsberatung. Zwischen 1974 und 1977 war sie Kunstpädagogin am Landfermann-Gymnasium in Duisburg. Anschließend nahm sie bis 1983 eine Tätigkeit als Dozentin an der Volkshochschule Duisburg auf. Im Jahr 1981 nahm Bresser am ersten Künstleraustausch zwischen der Stadt Duisburg und dem Künstlerverband der UdSSR teil. Jahrelang besaß sie ein Atelier im Duisburger Künstlerhaus Goldstraße. Hetty Bresser starb im Jahr 2004 in Mülheim an der Ruhr.[1] 2017 wurde in Duisburg die Benennung einer Straße nach Bresser diskutiert, bisher aber nicht umgesetzt.[2]

Werke (Auswahl)

Bresser wirkte als Malerin und Collagistin. In ihrem Gesamtwerk herrschen Kompositionen von geraden Linien und geometrischen Formen. Im Zentrum steht die Harmonie der Formen, die dabei durchaus aus kontrastierenden Oberflächen und harten Linien bestehen können. Seit den 1970er Jahren reduzierte die Künstlerin ihre Farbpalette dabei auf die Grundfarben Rot, Blau und Gelb.[3] Arbeiten Bressers werden heute in der DU-Art-Galerie von Gerhard Losemann präsentiert. Ausstellungen der Künstlerin können in den folgenden Orten nachgewiesen werden:

Literatur

  • Christoph Brockhaus (Hg.): Seit Lehmbruck. Duisburger Künstlerportraits (= Duisburger Forschungen 54. Bd.). Mercator-Verlag, Duisburg 2008, ISBN 978-3-87463-407-6.
  • Susanne Höper-Kuhn: Hetty Bresser. Resume aus 4 Jahrzehnten. Basis-Druck, Duisburg 2000.

Einzelnachweise

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