Hexylamin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Hexylamin (genauer n-Hexylamin) ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der aliphatischen Amine. Es ist zugleich ein primäres Amin.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Hexylamin
Allgemeines
Name Hexylamin
Andere Namen
  • n-Hexylamin
  • 1-Hexylamin
  • 1-Aminohexan
Summenformel C6H15N
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit aminartigem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 111-26-2
EG-Nummer 203-851-8
ECHA-InfoCard 100.003.502
PubChem 8102
Wikidata Q426238
Eigenschaften
Molare Masse 101,19 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,77 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−23 °C[1]

Siedepunkt

131 °C[1]

Dampfdruck
pKS-Wert

10,56 (25 °C)[2]

Löslichkeit
  • wenig löslich in Wasser (12 g·l−1 bei 20 °C)[1][3]
  • löslich in Chloroform[3]
  • mischbar mit Ethanol und Diethylether[3]
Brechungsindex

1,418 (20 °C)[4]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 226301+311314412
P: 210280301+330+331303+361+353305+351+338310[1]
Toxikologische Daten

670 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Darstellung und Gewinnung

Hexylamin kann durch die Umsetzung von 1-Hexanol oder 1-Hexylhalogeniden mit Ammoniak gewonnen werden.[2]

Eine weitere Herstellung kann durch die Hydrierung von Hexannitril erfolgen.[2]

Eigenschaften

Hexylamin ist eine entzündliche, flüchtige, farblose Flüssigkeit mit aminartigem Geruch, welche wenig löslich in Wasser ist. Sie zersetzt sich bei Erhitzung, wobei Stickoxide, Nitrose Gase und Nitrosamine entstehen. Ihre wässrige Lösung reagiert stark alkalisch.[1]

Verwendung

Hexylamin wird als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Kautschukchemikalien, Arzneimitteln und Farbstoffen verwendet.[3]

Sicherheitshinweise

Die Dämpfe von Hexylamin können mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch bilden.[1] Die Verbindung hat einen Flammpunkt bei 27 °C.[1][5] Der Explosionsbereich liegt zwischen 2,1 Vol.‑% als untere Explosionsgrenze (UEG) und 9,3 Vol.‑% als obere Explosionsgrenze (OEG).[1]

Einzelnachweise

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