HidroAysén

Projekt von Stauwerken in Chile From Wikipedia, the free encyclopedia

Karte: Chile
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HidroAysén
Standort der Baker-Staudämme
Standort der Pascua-Staudämme

HidroAysén war[1] ein Staudammprojekt mit fünf Stauseen und mit fünf Wasserkraftwerken in Chiles Region Aysén, davon zwei am Río Baker und drei am Pascua. Die geflutete Fläche hatte bis zu 59 km² groß werden sollen, das Projekt war bei Umweltschützern und Anwohnern umstritten auch wegen möglicher Auswirkungen auf den Nationalpark Laguna San Rafael und weitere Nationalparks.

Die geplante elektrische Leistung betrug in der Summe 2750 Megawatt und die durchschnittliche jährliche Energieproduktion 18.430 GWh. Die Investitionskosten wurden auf 3,2 Milliarden US-Dollar (oder 1,5 Billionen Chilenische Pesos) geschätzt, womit es das größte Energieversorgungsprojekt in der chilenischen Geschichte hätte werden können. Das Projekt hätte 20 % des Energiebedarfs in Chile decken können, dies nach dem Anschluss an eine Hochspannungsleitung nach Santiago de Chile und zu den Bergwerken im Norden Chiles.[2]

HidroAysén war ein Gemeinschaftsunternehmen von Endesa (einer Tochter der italienischen Enel) zu 51 % und Colbún S.A. zu 49 %.[3] Anfang Juni 2014 wurde das Projekt von der chilenischen Regierung wegen der Proteste und verschiedener Mängel gestoppt. Gegen die Entscheidung konnte Berufung eingelegt werden.[4] 2017 wurde das Ende des Projekts verlautet; der CEO von Enel erklärte, sein Unternehmen wolle Projekte durchführen, deren Fertigstellung nicht länger als drei Jahre dauere und solche, welche durch langfristige Stromabnahmeverträge abgesichert seien sowie von den Gemeinden und Interessengruppen akzeptiert würden. Das Projekt Hidroaysén erfülle keines dieser drei Kriterien.[5]

Siehe auch

Quellen

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