High-Speed Sea Service

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High-Speed Sea Service (HSS) ist der Name von ursprünglich für Stena Line entwickelten Schnellfähren. Es wurden sechs Einheiten bestellt, zwei vom Typ HSS 900 und vier vom Typ HSS 1500, die von 1994 bis 1998 gebaut wurden. Alle Fähren vom Typ HSS 1500 wurden bei Aker Finnyards in Rauma, Finnland gebaut. Die Fähren vom Typ HSS 900 wurden bei Westermoen Hydrofoil in Norwegen gebaut, die 1997 insolvent ging. Die Zahlen stehen für die Passagierkapazität der Fähren: 1500 bzw. 900 Passagiere.

Die inzwischen verschrottete Stena Voyager

Im Gegensatz zu anderen Katamaranen ist der Rumpf an der Wasserlinie besonders schmal und erweitert sich erst unterhalb der Wasseroberfläche. Diese Bauweise sorgt für mehr Stabilität bei Seegang und ermöglicht auch bei Geschwindigkeiten von bis zu 40 Knoten und Wellenhöhen von bis zu acht Metern eine vergleichsweise komfortable Überfahrt.[1]

Mit der Abschaffung des zollfreien Einkaufs innerhalb der Europäischen Union sowie der zunehmenden Konkurrenz durch Billigfluggesellschaften ging die Passagierauslastung der HSS-Fähren merklich zurück. Gleichzeitig führte ein steigender Anteil an Frachtverkehr zu einer Verschiebung der wirtschaftlichen Anforderungen im Fährbetrieb. Der starke Anstieg der Treibstoffpreise in den Jahren nach der Indienststellung der HSS zwang Stena Line zudem dazu, die Fahrgeschwindigkeit der Schiffe zu reduzieren, was den ursprünglichen Wettbewerbsvorteil der Schnellfähren weitgehend aufhob.[1]

Von den insgesamt vier gebauten HSS-Einheiten wurden zwei mittlerweile verschrottet. Eine weitere wird heute von ihrem neuen Eigentümer als Büro- und Forschungseinheit genutzt. Die kleinere HSS 900 (Stena Carisma) ist seit 2013 in Göteborg aufgelegt.

Einheiten

Weitere Informationen Name, Typ ...
NameTypBaujahrVerbleib
Stena ExplorerHSS 15001996Betrieb 2014 eingestellt,[2] 2015: One World Karadeniz, dient als Büro und Forschungslabor in Yalova[1]
Stena VoyagerHSS 150019962013 verschrottet
Stena DiscoveryHSS 150019962007 nach Venezuela verkauft: Discovery; 2015 Abbruch in Aliaga[3]
HSS 1500nie realisiert
Stena CarismaHSS 9001997Betrieb am 19. August 2013 eingestellt, aufgelegt in Göteborg[4]
HSS 9001998aufgrund der Insolvenz der Bauwerft 1998 unvollendet verschrottet
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Steckbrief: HSS 1500

Stena Discovery
geplante Einheiten4
gebaute Einheiten3
Kapazität1520 Passagiere + 375 Autos oder 120 Autos + 50 Ladeeinheiten (900 Lademeter)
Bruttoraumzahl19.638
Länge126,6 m
Breite40,0 m
Höhe27,5 m
Tiefgang4,8 m
Maschinen68 MW (Twin COGAG Konfiguration von 2 × GE LM2500 + 2 × GE LM1600 Gasturbinen), 4 × KaMeWa (heute Rolls-Royce) Typ S Wasserdüsen für den Antrieb
Geschwindigkeit40 Knoten (Service-Geschwindigkeit), 51 Knoten insgesamt/unbeladen
HülleAluminium (das Rumpfdesign ist eine Kombination von Stena Patent leichte Flexibilität für maximale Stärke und Effizienz).
Generator3440 kW elektrische Generation (4 × Cummins KTA38G3 (M) / KV12)
BauwerftFinnyards, Rauma, Finnland, Kosten 65.000.000 £

Steckbrief: HSS 900

Stena Carisma
gebaute Einheiten2
Kapazität900 Passagiere + 208 Autos oder 151 Autos + 10 LKW
Bruttoraumzahl8.631 Tonnen
Länge89,75 m
Breite30,47 m
Tiefgang3,9 m
Maschinen33.500 kW (2 × ABB - STAL GT35) (Siemens SGT 500)

Treibstoff Schweröl Kraftstoff IF-100

Geschwindigkeit40 Knoten
Generator2.080 kW
BauwerftWestamarin, Norwegen

Einzelnachweise

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