Hikari (Filmemacherin)
japanische Drehbuchautorin, Filmregisseurin und Filmproduzentin
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Hikari (japanisch ヒカリ; geboren 1976 oder 1977[1][2] in Osaka als Mitsuyo Miyazaki, japanisch 宮崎 光代 Miyazaki Mitsuyo) ist eine japanische Drehbuchautorin, Filmregisseurin und Filmproduzentin.

Biografie
Mitsuyo Miyazaki wuchs als Tochter einer alleinerziehenden Mutter auf. Als Schülerin absolvierte sie ein Austauschjahr in Utah. Sie kehrte später in diesen Bundesstaat zurück und machte den Bachelor of Science in Theaterwissenschaften, Tanz und Bildender Kunst[3] an der Southern Utah University.[4] Sie ging danach nach Los Angeles, arbeitete als Schauspielerin, Tänzerin sowie Fotografin.[5] Mitsuyo Miyazaki machte 2011 einen Master of Fine Arts[6] im Studiengang Film- und Fernsehproduktion an der University of Southern California. Ihr Abschlussfilm Tsuyako wurde auf über 100 internationalen Festivals gezeigt und mit mehr als 50 Preisen ausgezeichnet,[7] darunter den Student Award der Directors Guild of America für die beste Filmemacherin, den Future Filmmakers Award und den Publikumspreis beim Palm Springs International Shortfest.[6] Zu Beginn ihrer Karriere, änderte sie ihren Namen in HIKARI (Eigenschreibweise), was soviel wie „Erleuchtung“ oder „helle Energie“ bedeutet.[2]
Der Kurzfilm A Better Tomorow feierte 2013 Premiere im Rahmen einer Sondervorführung bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Der Tanz-Kurzfilm Where We Begin lief zuerst beim Tribeca Film Festival und gewann mehrere internationale Preise.[7]
Ihr Spielfilmdebüt 37 Seconds feierte auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2019 Weltpremiere in der Sektion Panorama. Der Film erhielt den Publikums-Preis und den Art Cinema Award der Confédération Internationale des Cinémas d’Art et d’Essai. Er war für den Preis des Besten Erstlingsfilms nominiert. Hikari führte Regie beim Pilotfilm der Emmy-prämierten Netflix-Serie Beef und drei Folgen von Tokyo Vice.[8]
2025 realisierte sie den Spielfilm Rental Family mit dem Hauptdarsteller Brendan Fraser. Der Film wurde beim Toronto International Film Festival 2025 uraufgeführt, wo Hikari den Emerging Talent Award erhielt. Rental Family gewann zahlreiche Publikumspreise, unter anderem beim Chicago International Film Festival. Hikari wurde mit dem Directing Award der Critics Choice Association for AAPI Cinema & Television sowie dem Filmmaker on the Rise Award bei den Astra Film Awards ausgezeichnet.[8]

Auf der Berlinale 2026 gehört Hikari mit Wim Wenders (Leitung), Min Bahadur Bham, Bae Doona, Shivendra Singh Dungarpur, Reinaldo Marcus Green und Ewa Puszczyńskazur der internationalen Jury an.[9]
Filmografie
- 2007: Naya Din, Kurzfilm (Produzentin, Regisseurin, Drehbuchautorin)
- 2008: Nota di amore, Kurzfilm (Produzentin)
- 2010: Another Life, Kurzfilm (Produzentin)
- 2011: Tsuyako, Kurzfilm (Produzentin, Regisseurin, Drehbuchautorin)
- 2013: A Better Tomorrow, Kurzfilm (Regisseurin, Drehbuchautorin)
- 2014: Can & Sulochan, Kurzfilm (Regisseurin, Drehbuchautorin)
- 2015: Where We Begin, Kurzfilm (Produzentin, Regisseurin, Drehbuchautorin)
- 2015: Futurum, Kurzfilm (Produzentin)
- 2015: Robo Saints, Kurzfilm (Produzentin, Drehbuchautorin)
- 2016: Robo Saints, Fernsehserie (Produzentin)
- 2017: Roll with Me, Dokumentarfilm (Produzentin)
- 2019: 37 Seconds (Produzentin, Regisseurin, Drehbuchautorin)
- 2022: Tokyo Vice, Fernsehserie, 2 Folgen (Regisseurin)
- 2023: Beef, Fernsehserie, 3 Folgen (Regisseurin)
- 2025: Rental Family (Produzentin, Regisseurin, Drehbuchautorin)