Hildegard Müller (Bibliothekarin)
deutsche Historikerin und Bibliothekarin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Hildegard Müller (* 12. April 1954 in Pforzheim) ist eine deutsche Historikerin und Bibliothekarin. Von 1999 bis 2019 war sie Leitende Bibliotheksdirektorin der Universitätsbibliothek Trier.[1]
Leben und Wirken
Hildegard Müller studierte Geschichte und Germanistik an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Dort legte sie 1979 das Staatsexamen für den höheren Schuldienst ab und promovierte 1984. Ab 1979 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Tübingen. Als Bibliotheksreferendarin an der Universitätsbibliothek Heidelberg begann sie 1984 die Ausbildung für den höheren Bibliotheksdienst und absolvierte 1986 die Fachprüfung hierfür an der Fachhochschule für Bibliotheks- und Dokumentationswesen in Köln. Nach kurzer Tätigkeit an der Stadtbibliothek Mainz (1986) und der Universitätsbibliothek Heidelberg (1987) arbeitete sie von 1988 bis 1991 als wissenschaftliche Bibliothekarin an der Bibliothek für Zeitgeschichte in Stuttgart. 1991 wechselte sie an die Universitätsbibliothek München und 1995 an die Universitätsbibliothek Lüneburg, wo sie 1997 zur Bibliotheksdirektorin ernannt wurde. Von 1998 bis 2019 führte sie an der Universitätsbibliothek Trier, seit 1999 als Leitende Bibliotheksdirektorin[2]. In dieser Funktion war sie Mitglied in mehreren bibliotheksbezogenen Fachausschüssen der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- (mit Gerd Friederich): Bibliographie zur südwestdeutschen Erziehungs- und Schulgeschichte. Drei Bände (= Veröffentlichungen des Alemannischen Instituts, Bde. 54–56). Konkordia-Verlag, Bühl/Baden 1982–1986.
- Liberale Presse im badische Vormärz. Die Presse der Kammerliberalen und ihre Zentralfigur Karl Mathy 1840–1848. Winter, Heidelberg 1986, ISBN 3-533-03838-6 (= Dissertation Universität Tübingen).
- Die Universitätsbibliothek Heidelberg im Dritten Reich. In: Peter Vodosek (Hrsg.): Bibliotheken während des Nationalsozialismus. Bd. 1 (= Wolfenbütteler Schriften zur Geschichte des Buchwesens, Bd. 16). Harrassowitz, Wiesbaden 1989, S. 343–358, ISBN 3-447-02947-1.
- (Hrsg., mit Jürgen Rohwer): Neue Forschungen zum Zweiten Weltkrieg. Literaturberichte und Bibliographien aus 67 Ländern (= Schriften der Bibliothek für Zeitgeschichte, Bd. 28). Bernard & Graefe, Koblenz 1990, ISBN 3-7637-0233-4.
- (Hrsg., mit Gerhard Hirschfeld): 75 Jahre Bibliothek für Zeitgeschichte. Stuttgart 1990.
- Die Entwicklung von Spezialbibliotheken und Zentralen Fachbibliotheken in der Zeit von 1945–1965. In: Peter Vodosek/Joachim-Felix Leonhard (Hrsg.): Die Entwicklung des Bibliothekswesens in Deutschland 1945–1965 (= Wolfenbütteler Schriften zur Geschichte des Buchwesens, B. 19). Harrassowitz, Wiesbaden 1993, S. 415–423, ISBN 3-447-03427-0.
- Deutsche Bibliothekare im türkischen Exil, 1933–1945. In: Bibliothek. Forschung und Praxis, Bd. 21 (1997), S. 326–332.
- Die Universitätsbibliothek Trier. Generalsanierung des Bibliotheksgebäudes bei laufendem Betrieb. In: Thomas Bürger/Ekkehard Henschke (Hrsg.): Bibliotheken führen und entwickeln. Festschrift für Jürgen Hering zum 65. Geburtstag. Saur, München 2002, S. 218–223, ISBN 3-598-11616-0.