Hilmar Hegarth

deutscher Opernsänger (Bariton, Tenor) From Wikipedia, the free encyclopedia

Hilmar Hegarth (* 8. Februar 1898 in Chemnitz als Hilmar Richard Hunger; † nicht ermittelt) war ein deutscher Opernsänger (Bariton, Tenor).

Leben und Wirken

Er war der Sohn von Richard Hunger aus Chemnitz, der später nach Dresden zog.[1] Nach dem Schulbesuch meldete er sich als Kriegsfreiwilliger 1916 und nahm als Angehöriger des Infanterieregiments 102 an den Kriegshandlungen an der Ostfront teil, wo er 1917 zum Leutnant befördert und 1918 schwer verwundet wurde. Nach seiner Rückkehr entdeckte August Iffert in Dresden seine Baritonstimme, woraufhin er Student der Musik wurde. Als solcher heiratete er 1922 in Dresden die in New York geborene Marie Louise Recknagel (* 1896), die er dort kennengelernt hatte. Die Ehe wurde 1926 geschieden.[2] 1923 wurde der gemeinsame Sohn Carl Alexander Hunger geboren, der später unter dem Künstlernamen Alexander Hegarth ein bekannter Schauspieler wurde.[3]

Sein Musikstudium setzte Hegarth in Borgatti und Mailand fort. Seine erste Festanstellung hatte er für zwei Jahre am Stadttheater Saarbrücken. Dort wurde ihm der Stimmwechsel vom Bariton zum Tenor empfohlen. Daraufhin studierte er erneut, diesmal in Paris und in Dresden. Seit August 1933 war er Sänger an der Sächsischen Staatsoper in Dresden. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits den Künstlernamen Hilmar Hegarth angenommen. Ende der 1930er Jahre wechselte er als Opernsänger nach Danzig.[4] Nach dem Zweiten Weltkrieg trat er u. a. auf den Bühnen der Stadt Gera auf.

Repertoire

Er übernahm u. a. die Rolle als Hofnarr in Rigoletto und sang in Beethovens Fidelio.

Literatur

  • Deutsches Musiker-Lexikon. Limpert, Dresden 1929.
  • Künstlerbuch der Sächsischen Staatstheater. Dresden 1934, S. 24.

Einzelnachweise

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