Hoburgschwelle
eine untermeerische Schwelle südlich der schwedischen Insel Gotland
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Die Hoburgschwelle (auch Hoburgsbank, engl. Hoburg Channel) ist eine untermeerische Schwelle südlich der schwedischen Insel Gotland. Sie erstreckt sich in nordöstlich-südwestlicher Richtung; die Scheiteltiefe (die flachste Stelle auf dem Rücken der Schwelle) liegt bei etwa 90 Metern, die tieferen Bereiche in den angrenzenden Rinnen, die die Schwelle flankieren, erreichen ca. 100 Meter. Die Schwelle stellt eine wichtige topographische Barriere zwischen dem östlichen und dem westlichen Gotlandbecken dar und lenkt die Tiefenströmung entscheidend.[1]
Hoburgschwelle |

Das aus der Stolper Rinne nach Nordosten strömende salzreiche Tiefenwasser wird an der Hoburgschwelle abgelenkt und formt sich dort zu einem konzentrierten, bodennahen Tiefenwasserjet aus, der entlang des östlichen Hangs der Schwelle in Richtung des nördlichen Gotlandbeckens fließt.[2][3] Durch diese kanalisierende Wirkung trägt die Schwelle maßgeblich zur Ausbildung der großräumigen zyklonalen Zirkulation (gegen den Uhrzeigersinn) im östlichen Gotlandbecken bei und ist somit ein Schlüsselelement für die Verteilung des salzreichen Sauerstoffträgers in der zentralen Ostsee.[4]
