Hohenjesar

Ortsteil der Gemeinde Zeschdorf From Wikipedia, the free encyclopedia

Hohenjesar ist ein Ortsteil der Gemeinde Zeschdorf im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg und liegt am Hohenjesarscher See.

Schnelle Fakten Gemeinde Zeschdorf ...
Hohenjesar
Gemeinde Zeschdorf
Koordinaten: 52° 26′ N, 14° 26′ O
Höhe: 55 m ü. NHN
Einwohner: 237 (1925)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Januar 1926
Eingemeindet nach: Alt Zeschdorf
Postleitzahl: 15326
Vorwahl: 033602
Hohenjesar (Brandenburg)
Hohenjesar (Brandenburg)
Lage von Hohenjesar in Brandenburg
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Geschichte

Erstmals wird der Ort in einer Urkunde von 1308 als Tidikinus de Geser erwähnt[1] und kommt in der Frühzeit verschiedenen Schreibformaten vor.[2] Im Jahre 1537[3] erscheint das Dorf als Gutsort der Herren von Burgsdorff, einem einflussreichen mittelmärkischen Adelsgeschlecht. Viele Zeiten wird Treplin als nicht kreistagsfähiges Gut als Zubehör geführt, die Gutsbesitzer wohnen in Hohenjesar.

Im erstmals amtlich publizierten Generaladressbuch der Ritterguts- und Gutsbesitzer für das Königreich Preußen, Provinz Brandenburg, wird Hohenjesar als Rittergut mit 894 ha ausgewiesen, davon 417 ha Wald. Besitzer ist Conrad von Burgsdorff. Zum Betrieb gehört eine Brennerei.[4]

Rittergutsbesitzer war dann später Oberst Karl von Burgsdorff (1824–1880). Er gehörte auch dem traditionsreichen Johanniterorden an.[5] Auch sein Nachfolger auf Hohenjesar, Carl August Albrecht Conrad von Burgsdorff, war Johanniterritter.[6] Ihm folgte zum Schluss der Nachfahre, Major Joachim von Burgsdorff (1892–1986) mit seiner zweiten Ehefrau Renata, geborene von Zastrow-Schadewalde (1894–1974). Burgsdorff gehörten ebenso der Schloßhof Garath am Rhein, Treplin sowie Altzeschdorf.[7]

Vor Wirtschaftskrise 1929/1930 betrug die Größe für den brandenburgischen Besitz 1520 ha. In den Ställen standen 1600 Schafe, 300 Schweine und 140 Stück Rindvieh. Als Verwalter zeichnete Administrator Engemann verantwortlich, was dafür spricht, dass dies als Auflage eines Kreditunternehmens, zumeist einer Ritterschaftsbank, vorlag.[8] Die Familie vor Ort vertrat damals zwischenzeitlich die Witwe Frieda von Burgsdorff-Burgsdorff.[9]

Die Eingemeindung von Hohenjesar nach Alt Zeschdorf fand 1931 statt.

Einwohnerentwicklung

Jahr1875189019101925
Einwohnerzahl[10]251247187237

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Kirche
Schloss Hohenjesar um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Kirche

Die Burgsdorff, wie erwähnt seit 1537 ansässig, ließ die stattliche Dorfkirche Hohenjesar von 1721 bis 1723 als barocken Backsteinbau bauen.[11] Die beiden Glocken im Turm waren mittelalterlich, eine aus der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert wurde 1942 abgeliefert, blieb jedoch erhalten. 1945 wurde Turm und Schiff durch Granatenbeschuss beschädigt.[12] Nach Kriegsende wurde durch den Bürgermeister eine Restaurierung verhindert, indem er dafür gespendetes Baumaterial für andere Zwecke verwenden ließ. Das Schloss wurde zerstört.[13]

Museum

DDR-Zweirad-Museum von D. Pasenau,[14] in dem Privatmuseum[15] sind rund 50 Zweirad-Oldtimer aus DDR-Zeiten ausgestellt (komplette Typen-Paletten aus dem Simson-Werk in Suhl und des VEB Industriewerk Ludwigsfelde)

Literatur

  • Hans-Georg Rieger, Günther-Alexander Wittich (Hrsg.): Kirchen im Oderbruch und ihre Schicksale seit dem Frühjahr 1945. Mit Bildern und historischen Anmerkungen.(Eigenverlag des Heimatkreises Lebus), Lebus, 1992
  • Udo Geiseler, Monika Loddenkemper: Hohenjesar. In: Peter Michael Hahn, Hellmut Lorenz (Hrsg.): Herrenhäuser in Brandenburg und der Niederlausitz. Nicolaische Verlagsbuchhandlung Beuermann, Berlin 2000, ISBN 3-87584-024-0, S. 255–258; gesamt 2 Bände: Einführung und Katalog. Kommentierte Neuausgabe des Ansichtenwerks von Alexander Duncker (1857–1883), 856 S., 275 farbige, 825 SW-Abb.
Commons: Hohenjesar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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