Holuhraun
Lavafeld in Island
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Holuhraun ist ein Lavafeld im isländischen Hochland nördlich des Vatnajökull, das durch Spalteneruptionen entstanden ist.[1]
Name
Nach einer Forschungsexpedition von 1880 wurde das Lavafeld zunächst Kvíslarhraun genannt. Dies bezieht sich auf die darin und in der Nähe liegenden zahlreichen Quellflüsse (isländisch kvísl = Zweig; verzweigter Bach) der Jökulsá á Fjöllum, die hier aus dem Gletscher Dyngjujökull strömen.
Vier Jahre später erhielt es vom Geologen und Geographen Þorvaldur Thoroddsen seinen heutigen Namen.[1]
Zugehörigkeit
Neueste Ausbruchsserie 2014–15
In der Nacht vom 28. auf den 29. August 2014 begann eine Spalteneruption in Holuhraun, am nördlichen Ende einer Magma-Intrusion, die sich seit dem 16. August von der Bárðarbunga aus nach Norden bewegt hatte.[3] Im weiteren Verlauf bildete sich ein Hauptkrater mit einem Lavasee aus, der die Lavaströme nun speiste.[4] Bis zum Ende des Ausbruchs im Februar 2015[5] waren auf einer Fläche von 85 km² etwa 1,4 km³ an neuer Lava produziert worden,[6] Gíslason et al. schätzen die Lavamenge sogar auf 1,6±0,3 km³.[7] In Island selbst bereitete die ungewöhnliche Menge der emittierten Gase (v. a. der Schwefelverbindungen) etliche Probleme.[7]
Für das 2014–2015 neuentstandene Lavafeld wurden diverse Namen vorgeschlagen. Ein Komitee der Landgemeinde Skútustaðir, auf deren Gebiet das Lavafeld liegt, stimmte Ende 2015 über vier Vorschläge ab: Flæðahraun, Nornahraun, Urðarbruni und den bisherigen Namen, Holuhraun. Man entschied sich dafür, den Namen Holuhraun beizubehalten.[8]