Holzmesser (Beruf)

Vermessung von Holzvolumen in Klaftern From Wikipedia, the free encyclopedia

Holzmesser traten mit dem Aufkommen von Fixpreisen für eine bestimmte Holzmenge gegen Anfang des 16. Jahrhunderts in Erscheinung. Sie waren vereidigte Amtsträger von Städten und dörflichen Gemeinschaften. Erst dann wurde es allgemein üblich, neben Nutz- auch Brennholz genau zu messen. Das durch Holzhauer geschlagene und aufbereitete Holz wurde etwa durch Ratsmitglieder kontrolliert.[1] Im 17. Jahrhundert wurden hierzu Klaftern aufgesetzt. Der sogenannte Klafter war dazumal das gebräuchlichste Mass für Brennholz und ursprünglich ein Längenmaß, welches die Spanne, die ein Mann mit ausgestreckten Armen erreichen konnte, bezeichnete. Er wurde mit dem Messstock (Klaftermaß) festgelegt (ca. 1,9 Meter Seitenlänge und Höhe 0,6 bis 0,9 Meter Breite). Diese Tätigkeit übten in Frankfurt a. M. ursprünglich Frauen aus, wobei 1623 bestimmt wurde, dass „die Weibspersonen, welche sich künftig beim Holzmessen betreten lassen, ins Narrenhaus geführt“ werden sollten.

Literatur

  • Rudi Palla: Das Lexikon der untergegangenen Berufe. Eichborn, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-8289-4152-4.
  • Knut Schulz: Die Freiheit des Bürgers. Städtische Gesellschaft im Hoch- und Spätmittelalter, 2008, 978-3534213504
  • Dr. Joachim Hamberger und Richard Mehler: Forum Forstgeschichte: Der Bauernkrieg von 1525 aus forstlicher Sicht, Freising 2026, ISBN 3-933506-57-3

Einzelnachweise

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