Holztechnisches Museum
technisches Museum in Rosenheim, Bayern, Deutschland
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Das Holztechnische Museum befindet sich im historischen Ellmaierhaus am Max-Josefs-Platz im oberbayerischen Rosenheim. Das 1990 gegründete Museum befasst sich mit dem Werkstoff Holz, der Holzgewinnung, Holztechnik und Produkten aus Holz. Träger sind die Stadt Rosenheim und der Bezirk Oberbayern im Zweckverband Holztechnisches Museum Rosenheim.

Gebäude
Das sogenannte Ellmaierhaus wurde im 16. Jahrhundert im Inn-Salzach-Stil erbaut. Im Eingangsportal findet sich die eingemeißelte Jahreszahl 1568. Der Name ist auf die Familien Ellmayr zurückzuführen, die im 18. und 19. Jahrhundert das Haus bewohnten. Seit 1856 ist es in städtischem Besitz. Trotz mehrerer Umbauten blieb die 21 Meter breite Fassade mit drei Arkaden und sieben Fensterachsen weitgehend unverändert erhalten. In den 1980er Jahren wurde das Haus umfassend saniert. Dabei blieben die Struktur und viele historische Bauteile erhalten, ebenso die „Himmelsleiter“, die zu den Museumsräumen im ersten Obergeschoss führt.[1] Das Gebäude ist ein geschütztes Baudenkmal.[2]
Geschichte
Das Museum entstand auf Initiative von Vertretern der Rosenheimer Ausbildungsstätten für Holzverarbeitungsberufe, die 1979 den Verein Holztechnisches Museum Rosenheim e. V. gründeten. Seitdem wurde eine Sammlung technischer Geräte, Maschinen, Werkzeuge, Modelle und Literatur angelegt und katalogisiert. Die Stadt Rosenheim stellte Räume im sanierten Ellmaierhaus zur Verfügung. Am 16. Januar 1990 konnte das neue Holztechnische Museum Rosenheim eröffnet werden.[3]
Ausstellung
Der thematisch gegliederte Rundgang beginnt mit dem Rohstoff Holz, den heimischen Nutzholzarten und deren Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten. Fotos und Werkzeuge veranschaulichen die Arbeit der Holzfäller zur Holzgewinnung. Im Bereich Holzbearbeitung sind Modelle historischer Sägemühlen und Filmdokumente zu modernen Fertigungsstraßen zu sehen. Die Grundverfahren der Holzverarbeitung werden mit Schaubildern, Werkzeugen und Werkstücken erklärt, ebenso das traditionelle Handwerk der Wagner, Schäffler und Schreiner. Die ausgestellten Bohrmaschinen, Drechselbank, Band- und Kreissäge sowie Hobel- und Fräswerkzeuge geben Einblick in die Mechanisierung der Holzverarbeitung. Funktionsmodelle einer Ochsentretscheibe und des Marktbreiter Hafenkrans zeigen technische Konstruktionen aus Holz. Wasser- und Soleleitungen, wie die nach Rosenheim führende Reichenhaller Soleleitung, wurden einst aus Deicheln gebaut, von denen Originalteile zu sehen sind. Ein weiterer Bereich befasst sich mit Holz im Fahrzeug-, Flugzeug-, Schiff- und Sportgerätebau. Als Beispiel für den Ingenieurholzbau sind ein Modell und ein originales Bauteil des ehemaligen Ismaninger Sendeturms ausgestellt. Weitere Modelle zeigen die für die Expo 2000 errichtete Holzdachkonstruktion und die Holzbrücke bei Essing. Abschließend wird die Furnierherstellung erläutert.[4]
Weblinks
- Holztechnisches Museum am Max-Josefs-Platz. In: Rosenheim.jetzt. Stadt Rosenheim
- HTM Holztechnisches Museum Rosenheim e. V.