Wikiwand AI

Honeycomb Hill Cave

Höhle in Neuseeland From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Honeycomb Hill Cave ist ein Höhlensystem im Oparara Basin auf der Südinsel Neuseelands.

Schnelle Fakten
Honeycomb Hill Cave
Höhlenforscher in der Gradungula Passage
Höhlenforscher in der Gradungula Passage
Höhlenforscher in der Gradungula Passage
Lage: Tasman, Neuseeland
Höhe: 300 m
Geographische
Lage:
41° 7′ 32,8″ S, 172° 11′ 12,3″ O
Honeycomb Hill Cave (Neuseeland)
Honeycomb Hill Cave (Neuseeland)
Entdeckung Mitte der 1970er Jahre durch Norman Stopforth und Barry Chalmers
Schauhöhle seit geführte Touren
Beleuchtung nein
Gesamtlänge 14 km
Schließen
f3

Der Ōpārara River fließt durch einen Teil der Höhle. Sie liegt etwas mehr als 300 m über dem Meeresspiegel.[1] 2008 wurde zu ihrem Schutz der Kahurangi National Park um 38 Hektar erweitert, die die Honeycomb Hill Caves Specially Protected Area umfassen.[2]

Entstehung

Das Oparara Basin besteht aus einer 350 Millionen Jahre alten Schicht aus Granit, auf dem sich am Meeresgrund vor etwa 35 Millionen Jahren eine 15 bis 60 m starke Schicht Kalkstein abgelagert hat. Die Deckschicht bildet eine Schicht blaugrüner Schlammstein. Die Höhle selbst entstand in der letzten Million Jahre im Kalkstein als Folge der kombinierten Kräfte von Verwerfungen, Vergletscherung, Änderungen der Höhe des Meeresspiegels und nachfolgende Erosion.[1]

Entdeckung

Der Zugang zur Höhle über den Honeyflow Stream wurde in der Mitte der 1970er Jahre von den Waldarbeitern Norman Stopforth und Barry Chalmers zufällig entdeckt. 1976 erkundete Buller Caving Group erstmals die Höhle.[1] Seitdem wurde eine Gesamtganglänge von 14 km kartiert.

Fossilienfunde

In den 1980er Jahren erlangte die Höhle internationale Bedeutung und das National Museum wurde in die weitere Erforschung einbezogen. In der Höhle befindet sich die größte Ansammlung subfossiler Vogelknochen Neuseelands.[1] Gefunden wurden Knochen von 50 verschiedenen, meist ausgestorbenen Arten. Die ältesten Knochen sind über 20.000 Jahre alt. Sie sind wegen der konstanten Temperatur in der Höhle und der ähnlichen Zusammensetzung des Kalksteins der Höhle und der Knochen in sehr gutem Erhaltungszustand. Die Kadaver oder Knochen der Tiere wurden vom Wasser in die Höhle gespült oder die Tiere fielen durch Löcher in der Höhlendecke. Daneben wurden Knochen von Fröschen und Eidechsen und 40 verschiedene Landschneckenarten gefunden.[1]

Unter den Funden sind:[1]

Rezente Flora und Fauna

In den Höhlen lebt die Höhlenspinne Spelungula cavernicola mit einer Beinspannweite von bis 15 cm, die sich vor allem von Höhlenschrecken ernährt. Es kommen auch „Glowworms“ (Arachnocampa luminosa), bioluminiszierende Larven einer Pilzmückenart, vor.[1]

An den Höhleneingängen kommen Moose und Algen vor. Die Gegend um die Höhlen sind von Südbuchen und Steineiben bestanden. Die verrottenden Blätter der Südbuchen geben Tannine frei, die die Gewässer gelblich bis rötlich färben und einen geringen pH-Wert verursachen.[1] Das saure Wasser fördert die weitere Auflösung des Kalksteines.

Zugang

Die Höhle ist wegen ihrer Unterschutzstellung nur mit Genehmigung oder im Rahmen organisierter Touren zugänglich.

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks