Honigsteine

Felsmassiv nördlich vom Kurort Rathen in der Sächsischen Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Honigsteine und die Feldsteine sind ein Felsmassiv nördlich vom Kurort Rathen in der Sächsischen Schweiz.

Lage

Kartenskizze Honigsteine und Feldsteine
Kartenskizze Honigsteine und Feldsteine

Die Honigsteine (279 m ü. NHN, bereits 1551 bei einer kurfürstlichen Vermessung als „Honick Stein“ bezeichnet[1]) und die Feldsteine (227–242 m ü. NHN) liegen zwischen Amselgrund und Füllhölzelweg/Knotenweg. Nördlich der Honigsteine führt der Höllgrund und der Pionierweg (1895 durch ein Pionierbataillon in 7 Tagen erbaut[1]) in Richtung Polenztal[2]. In diesem Gebiet gibt es keine ausgewiesenen Wanderwege, nur Pfade als Zugang zu den Kletterfelsen.

Honigsteine und Feldsteine
Honigsteine und Feldsteine
Honigsteine und Feldsteine vom Gamrig aus
Honigsteine und Feldsteine vom Gamrig aus

Am Fuße des Lamms und der Lokomotive gibt es eine Störung, die mit der Lausitzer Überschiebung im Zusammenhang steht und besonders der Verwitterung unterliegt. Deshalb wurde die Lokomotive 1932 durch Untermauerung gesichert.[1][3]

Kletterfelsen

Siehe auch Liste der Klettergipfel im Rathener Gebiet. In einem alten Wanderführer wird das Gebiet auch als „Rathener Klettergarten“ bezeichnet[1].

Den Honigsteinen und Feldsteinen kann man folgende Kletterfelsen zurechnen.[4]

  • Storchnest
  • Bienenkorb
  • Lokomotive-Dom
  • Lokomotive-Esse
  • Lamm
  • Lammscheibe
  • Honigsteinnadel
  • Honigsteinturm
  • Honigstein
  • Imker
  • Maiturm
  • Honigsteinscheibe
  • Honigsteinkopf
  • Lithostein
  • Westlicher Feldkopf
  • Östlicher Feldkopf
  • Türkenkopf
  • Feldwand

Etwas südlich der Honigsteine und westlich der Feldsteine liegend

Sage vom Honigstein

„In der Nähe von Rathen zwischen dem Feldstein und der kleinen Ganz liegt der Honigstein. Dieser ist noch heute auf der mittäglichen ganz unzugänglichen Seite mit ausgeflossenem Honig dick überzogen, weil sich vor alter Zeit in den Höhlungen und Ritzen zahlreiche Bienenschwärme aufgehalten haben. Oft gingen damals die Umwohner nach dem Felsen und holten sich süße Nahrung. Doch der Ritter der nahen Burg Rathen, ein grausamer Wüterich, verbot ihnen den Besuch des Honigsteins, und als trotzdem eines Tages zwei ehrsame alte Leute dort beim Sammeln betroffen wurden, ließ er sie mit seinen Hunden weghetzen. Da flogen die Bienen in dichten Schwärmen aus dem Geklüfte des Steins hervor und stürzten sich in voller Wut auf den hartherzigen Mann. In seiner Angst und Verzweiflung sprang dieser zum Fenster hinaus und verlor infolge des Sturzes sein Leben. Seit jener Zeit aber bleibt auf der Stelle, wo der Ritter seinen Tod gefunden, kein Schnee mehr liegen.“[5]

Einzelnachweise

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