Horsburgh Island

Insel in Australien From Wikipedia, the free encyclopedia

Horsburgh Island, auch Pulau Luar genannt, ist eine der Kokosinseln Australiens. Die kleine Insel ist 1,04 km² groß und in ihrer Mitte befindet sich eine kleine Lagune, die sich im Nordosten zum Indischen Ozean öffnet. Horsburgh ist die nördlichste Insel des Atolls der South Keeling Islands, das größere der beiden Atolle der Kokosinseln.

Schnelle Fakten
Horsburgh Island
Karte der Kokosinseln mit Lage von Horsburgh Island, etwa mittig.
Gewässer Indischer Ozean
Inselgruppe Kokosinseln
Geographische Lage 12° 4′ 36″ S, 96° 50′ 23″ O
Horsburgh Island (Indischer Ozean)
Horsburgh Island (Indischer Ozean)
Länge 1,7 km
Breite 815 m
Fläche 1,04 km²
Einwohner unbewohnt
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Die Insel liegt 25 km südlich von North Keeling, etwa 2940 km nordwestlich von Perth, 3695 km westlich von Darwin, 960 km südwestlich der Weihnachtsinsel und mehr als 1000 km südwestlich von Java und Sumatra entfernt.

Geschichte

Die Familie Clunies-Ross, der die Kokosinseln gehörten, hielt auf der Insel ursprünglich Hirsche zur Jagd.

Die Insel ist nach James Horsburgh benannt, einem Hydrographen der Britischen Ostindien-Kompanie. Er war Autor eines 1809–11 publizierten Standardwerks[1] für die Navigation im Orient, welches auch die Kokosinseln enthielt und bis Mitte des 19. Jahrhunderts in Gebrauch blieb.

Während des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1941 wurden am südlichsten Punkt der Insel Kanonen durch ceylonesische Truppen aufgestellt. In der Nacht vom 8./9. Mai 1942 fand die Kokosinseln-Meuterei statt, wobei die ceylonesischen Artilleristen ihre britischen Vorgesetzten zu arrestieren versuchten. Sie fühlten sich von ihnen unterdrückt und da sich die Kriegslage zugunsten Japans geändert hatte, wollten sie die Kokosinseln übergeben.[2]

Auf der Insel befinden sich heute noch die zwei 6-Inch-Hinterladergeschütze – eines in stark rudimentären Zustand –, die heute unter Denkmalschutz stehen.[3]

Flora und Fauna

Die Insel ist zu 28 % mit Bäumen bedeckt, wobei es sich größtenteils um Kokospalmen handelt, die während der Kopra-Gewinnung im frühen 20. Jahrhundert gepflanzt wurden.[4] Die Insel ist von Korallenriffen umgeben, die ein vielfältiges Meeresleben unterstützen, darunter Falterfische, Napoleon-Lippfische, Seeigel und Seegurken.[5] Die umgebende Lagune und die Riffe gehören zur Cocos Marine Conservation Area, einem Teil des nationalen Meeresparks, der 1995 ausgewiesen wurde.[6][7]

Zu den auf der Insel beobachteten Vogelarten zählen die Augenbrauenente, Spießente, Bindenralle, Flussuferläufer, Braunnoddi, Weißschwanz-Tropikvogel, Arielfregattvogel, Weißbauchtölpel, Rotrückenreiher, Kaschmirschwalbe und Weißstirn-Brillenvogel.[8]

Literatur

  • Muhammadu Ibrahim Lutfee: Divehiraajjege Jōgrafīge Vanavaru. G.Sōsanī, Male' 1999.
  • Xavier Romero-Frias: The Maldive Islanders, A Study of the Popular Culture of an Ancient Ocean Kingdom. Barcelona 1999.

Einzelnachweise

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