Horst Friedrich Wünsche
deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Buchautor
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Horst Friedrich Wünsche (* 21. August 1942 in Zwickau, Sudeten) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Buchautor. Er war lange Jahre Geschäftsführer der Ludwig-Erhard-Stiftung.
Werdegang
Wünsche absolvierte zunächst eine Handwerkslehre und war anschließend in Industrie und Handel tätig, ehe er Volkswirtschaftslehre an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg studierte. Nach seiner Promotion war er ab 1973 bis zu dessen Tod wissenschaftlicher Mitarbeiter Ludwig Erhards. Anschließend übernahm er die Geschäftsführerrolle der Ludwig-Erhard-Stiftung in Bonn. Später war er Vorstandsmitglied des Ludwig-Erhard-Initiativkreises in Fürth, der seit 2003 den Fürther Ludwig-Erhard-Preis vergibt.
Wünsche initiierte die Zeitschrift Orientierungen zur Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik, die ab 1979 zunächst vierteljährlich und später halbjährlich erschien, und in deren Redaktion er vertreten war. Daneben veröffentlichte er verschiedene Bücher insbesondere über Ludwig Erhard und die Soziale Marktwirtschaft. Gemeinsam mit unter anderem Karl Homann und Wolfgang Stützel war er zudem Herausgeber der in den 1980er Jahren in mehreren Bänden erschienenen „Grundtexte zur sozialen Marktwirtschaft“.
2007 befeuerte Wünsche in einem Stern-Interview die Diskussion um Erhards CDU-Parteimitgliedschaft, als er angab, dieser sei niemals Parteimitglied der CDU gewesen.[1]
Bücher (Auswahl)
- Eigentum als Grundrecht und Element der Ordnungspolitik (Hrsg., 1984)
- Neue Wege in der Umweltpolitik: eine kritische Bestandsaufnahme (Hrsg., 1984)
- Ludwig Erhards Gesellschafts- und Wirtschaftskonzeption: soziale Marktwirtschaft als politische Ökonomie (1986)
- Ludwig Erhards soziale Marktwirtschaft: ursprüngliche Absichten und aktuelle Bedeutung (2011)
- Von Ludwig Erhards Sozialer Marktwirtschaft zur marktwirtschaftlichen Wirtschaftslenkung: der Weg vom Wirtschaftswunder zur Schuldenkrise (2012)
- Ludwig Erhards Soziale Marktwirtschaft: wissenschaftliche Grundlagen und politische Fehldeutungen (2015)