Horst Ruprecht (Pädagoge)
deutscher Pädagoge und Hochschullehrer (1923-2013)
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Horst Ruprecht (* 18. Februar 1923 in Liptingen; † 2. Oktober 2013)[1] war ein deutscher Pädagoge und Hochschullehrer.[2]
Leben und Wirken
Nach seiner Reifeprüfung in Schweinfurt kam Horst Ruprecht 1941 zum Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg. Nachdem er 1945 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen worden war, ließ er sich zum Volksschullehrer ausbilden. Es folgte sein Schuldienst in Baden und ab 1951 eine Lehrertätigkeit in Heidelberg. 1954 wurde er Dozent an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und studierte außerdem vor allem Erziehungswissenschaft an den Universitäten Würzburg und Heidelberg. Anschließend wurde er Mitarbeiter am Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU) in München, setzte sein Studium an der Universität München fort und promovierte 1959/60 bei dem Medienpädagogen Martin Keilhacker über „Die Phasenentwicklung der Schulfilmbewegung in Deutschland“.[3] Im Jahre 1964 übernahm er eine Professur an der Pädagogischen Hochschule Hannover. 1978 trat er in den Ruhestand, lehrte jedoch als Honorarprofessor für Musik und Theater an der Hochschule für Musik und Theater Hannover weiterhin.
In seinen Veröffentlichungen beschäftigte sich Horst Ruprecht mit audiovisuellen Medien und ihrem Einsatz in der Pädagogik, außerdem mit der allgemeinen Pädagogik, Theorien des Lernens und der Erwachsenenbildung.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- (mit Walter Schneider u. Rudolf Mörking): Lehren und Lernen mit Tonband. Institut f. Film u. Bild in Wissenschaft u. Unterricht, München 1965.
- Die audiovisuellen Mittler in der Politischen Bildung. Manz, München 1969.
- Lehren und Lernen mit Filmen. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 1970.
- Arbeitslehre im 9. Schuljahr (= Beiträge zur politischen Bildung an Volksschulen, Bd. 1). Niedersächs. Landeszentrale für Politische Bildung, Hannover 1971.
- (Mitautor): Medienzentren im Bildungssystem. Westermann, Braunschweig 1971, ISBN 978-3-14-167089-9.
- Lernen für das Älterwerden. Quelle & Meyer, Heidelberg 1972, ISBN 3-494-00713-6.
- (Mitautor): Modelle grundlegender didaktischer Theorien. Schroedel, Hannover 1972, 3. überarb. Aufl. 1976, ISBN 3-507-39066-3.
- Einführung in die empirische pädagogische Forschung. Klinkhardt, Bad Heilbrunn 1974, ISBN 3-7815-0215-5.
- Theorien des Lernens in erziehungswissenschaftlicher Sicht. Ehrenwirth, München 1974, ISBN 3-431-01614-6.
- (Hrsg.): Bildungsfernsehen und Weiterbildung. Westermann, Braunschweig 1977, ISBN 3-14-167125-7.
- (mit Hans Thiersch u. Ulrich Hermann): Die Entwicklung der Erziehungswissenschaft (= Grundfragen der Erziehungswissenschaft, Bd. 2). Juventa, München 1978, ISBN 3-7799-0153-6.
- Weiterbildung zwischen Verschulung, offenem Curriculum und freiem Bildungsangebot. In: Wolfgang Schulenberg (Hrsg.): Erwachsenenbildung (= Wege der Forschung, Bd. 291). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1978, S. 406–429, ISBN 3-534-05263-3.
- Über den Zusammenhang von Forschungsmethoden im Feld der Erwachsenenbildung. In: Franz Pöggeler (Hrsg.): Neue Theorien der Erwachsenenbildung (= Handbuch der Erwachsenenbildung, Bd. 8). Kohlhammer, Stuttgart 1981, S. 112–128, ISBN 3-17-005413-9.
Festschriften
- Manfred Bönsch (Hrsg.): Humanität und Bildung. Festschrift zum 65. Geburtstag von Horst Ruprecht (= Schriftenreihe Bildungsforschung, Bd. 6). Expressum-Verlag, Hannover 1990, ISBN 3-89069-004-1.
- Peter Becker (Hrsg.): Um klar zu sehen. Freundesgabe für Horst Ruprecht zum 80. Geburtstag. Inst. für Musikpädagog. Forschung, Hannover 2003, ISBN 3-931852-65-2.