Horst Schweigert

österreichischer Kunsthistoriker From Wikipedia, the free encyclopedia

Horst Schweigert (* 9. Februar 1940 in Graz; † 12. März 2025 ebenda[1]) war ein österreichischer Kunsthistoriker und Hochschullehrer.

Leben

Schweigert studierte von 1964 bis 1971 Kunstgeschichte. 1972 begann er als Assistent am Institut für Kunstgeschichte an der Universität Graz und habilitierte sich 1979 im Fachbereich Allgemeine Kunstgeschichte. Er legte seinen Forschungsschwerpunkt auf die Kunstgeschichte Österreichs und konzentrierte sich dabei besonders auf die Kunst der Steiermark. Ab 1986 leitete er die Abteilung für „Österreichische Kunstgeschichte“ und wurde 1989 zum Extraordinarius sowie im Jahr 2000 zum Außerordentlichen Universitätsprofessor ernannt. In den Jahren von 1983 bis 2005 arbeitete er zudem als beeideter Sachverständiger für „Kunst und Antiquitäten“.

Er beteiligte sich von 1974 bis 1978 durch intensive Feld- und Archiv-Forschung vor Ort an der Neuauflage des Dehio-Handbuchs für Graz, für die er den Bestand an sakralen und profanen Kunstdenkmälern durchführte.[2] Er veröffentlichte zudem mehrere Kunstführer und Studien zur Kunstgeschichte, so beispielsweise für die Schlosskirche St Martin bei Graz, zu einzelnen Gebieten oder zu Künstlern wie Josef Stammel oder Philipp Jakob Straub. Schweiger war seit 1970 an der Zusammenstellung und Herausgabe von Ausstellungskatalogen beteiligt und lieferte auch Beiträge zum Allgemeinen Künstlerlexikon und für unterschiedliche Zeitschriften.

Publikationen (Auswahl)

  • mit Werner Fenz: Georg Brucks 1880-1969. Ausstellungskatalog, Neue Galerie am Landesmuseum Janneum, Graz 1970.
  • mit Werner Fenz: Neuerwerbungen 1966-1969. Ausstellungskatalog, Neue Galerie am Landesmuseum Janneum, Graz 1970.
  • Die Entwicklung der barocken Kanzel in der Steiermark. Graz 1971 (Dissertation).
  • Die Entwicklung der Kanzel des 17. Jahrhunderts in der Steiermark. In: Jahrbuch des Kunsthistorischen Institutes der Universität Graz. Band 7, Graz 1972, S. 63–90.
  • Die Entwicklung der Kanzel des 18. Jahrhunderts in der Steiermark. In: Jahrbuch des Kunsthistorischen Institutes der Universität Graz. Band 8, Graz 1973, S. 123–164.
  • Dehio-Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs – Graz 1979.
  • Schlosskirche St Martin bei Graz. Kunstführer, Verlag St. Peter, Salzburg 1983.
  • Philipp Jakob Straub. 1706 – 1774. Ein Grazer Barockbildhauer. Stadtmuseum Graz, Graz 1992.
  • Marginalien zur Bau- und Kunstgeschichte der Grazer Leechkirche. In: Die Leechkirche. Hügelgrab – Rundbau – Ordenshaus. Graz 1993, S. 118–126.
  • mit Robert Friedrich Hausmann, Kurt Roth: Pöllau – Pöllauberg – Hartbergerland. Styria, Graz 1994, ISBN 3-222-12251-2.
  • Die Barockbildhauer Johannes Georg und Josef Stammel. Eine stilkritische und rezeptionsgeschichtliche Untersuchung. Leykam, Graz 2004, ISBN 3-7011-7428-8.
  • (Hrsg.): Das Weststeirische Maler-Revier. Ein Zentrum der steirischen Moderne. In: Beiträge zur Kunstgeschichte Steiermarks. Band 4, Leykam, Graz 2006, ISBN 978-3-7011-7570-3.
  • Studien zur Kunstgeschichte Steiermarks. Sublilium Schaffer, Verlag für Geschichte, Kunst & Buchkultur, Kumberg 2017.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI