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Hsianghualith

Mineral aus der Zeolithgruppe From Wikipedia, the free encyclopedia

Hsianghualith ist ein selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Silikate und Germanate“. Es kristallisiert im kubischen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Ca3Li2[F2|Be3Si3O12][3] und entwickelt meist körnige bis massige, oft farblose oder weiße und durchscheinende Mineral-Aggregate.

Schnelle Fakten Allgemeines und Klassifikation, Kristallographische Daten ...
Hsianghualith
Hsianghualite (weiß) aus Xianghualing, Provinz Hunan, China.
Probengröße: 1,5 cm
Allgemeines und Klassifikation
IMA-Nummer

1997 s.p.[1]

IMA-Symbol

Hsi[2]

Chemische Formel Ca3Li2[F2|Be3Si3O12][3]
Mineralklasse
(und ggf. Abteilung)
Silicate und Germanate
System-Nummer nach
Strunz (8. Aufl.)
Lapis-Systematik
(nach Strunz und Weiß)
Strunz (9. Aufl.)
Dana

VIII/F.02
VIII/J.16-010

9.GB.05
77.01.01.05
Kristallographische Daten
Kristallsystem kubisch
Kristallklasse; Symbol kubisch-tetraedrischpentagondodekaedrisch 23
Raumgruppe I213[3]
Gitterparameter a = 12,87 Å[3]
Formeleinheiten Z = 8[3]
Physikalische Eigenschaften
Mohshärte 6,5
Dichte (g/cm3) 2,97 bis 3, im Mittel 2,98
Spaltbarkeit keine
Farbe weiß
Strichfarbe weiß
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Glanz Glasglanz
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Etymologie und Geschichte

Erstmals entdeckt wurde Hsianghualith im Xianghualing-Bergwerk (englisch: Hsianghualing Mine) bei Chenzhou[4] in der Provinz Hunan in China und beschrieben 1957 von der Wissenschaftlerin Huang Yunhui, die das Mineral nach seiner Typlokalität benannte. Das chinesische Wort (chinesisch 香花石, Pinyin xiānghuāshí) steht allerdings auch für „duftende Blume“.[5]

Klassifikation

In der veralteten 8. Auflage der Mineralsystematik nach Strunz gehörte der Hsianghualith zur Mineralklasse der „Silikate“ und dort zur Abteilung „Gerüstsilikate (Tektosilikate)“, wo er gemeinsam mit Analcim, Leucit, Pollucit und Wairakit in der „Analcim-Leucit-Gruppe“ mit der Systemnummer VIII/F.02 steht.

In der zuletzt 2018 überarbeiteten Lapis-Systematik nach Stefan Weiß, die formal auf der alten Systematik von Karl Hugo Strunz in der 8. Auflage basiert, erhielt das Mineral die System- und Mineralnummer VIII/J.16-010. Dies entspricht der Klasse der „Silikate“ und dort der Abteilung „Gerüstsilikate“, wo Hsianghualith als einziges Mineral eine unbenannte Gruppe mit der Systemnummer VIII/J.16 bildet.[6]

Die von der International Mineralogical Association (IMA) zuletzt 2009 aktualisierte[7] 9. Auflage der Strunz’schen Mineralsystematik ordnet den Hsianghualith in die Klasse der „Silikate und Germanate“ und dort in die Abteilung „Gerüstsilikate (Tektosilikate) mit zeolithischem H2O; Familie der Zeolithe“ ein. Hier ist das Mineral in der Unterabteilung „Ketten von einfach verbundenen Vierer-Ringen“ zu finden, wo es zusammen mit Ammonioleucit, Analcim, Leucit, Lithosit, Pollucit und Wairakit die „Analcimgruppe“ mit der Systemnummer 9.GB.05 bildet.

In der vorwiegend im englischen Sprachraum gebräuchlichen und zuletzt 1997 veröffentlichten Systematik der Minerale nach Dana hat Hsianghualith die System- und Mineralnummer 77.01.01.05. Das entspricht der Klasse der „Silikate“ und dort der Abteilung „Zeolithe“. Hier findet er sich in einer unbenannten Gruppe mit der Systemnummer 77.01.01, in der auch Analcim, Pollucit, Wairakit und Laumontit eingeordnet sind.[8]

Bildung und Fundorte

Gefunden wurde das Mineral in Phlogopit-Adern in devonischen Skarnen (metamorphen Kalksteinen) in der Provinz Hunan in China.[9]

Außer an seiner Typlokalität Xianghualing Mine (Hsianghualing Mine) konnte das Mineral bisher nirgendwo nachgewiesen werden.[4]

Kristallstruktur

Hsianghualith kristallisiert in kubisch-tetraedrischpentagondodekaedrischer Struktur in der Raumgruppe I213 (Raumgruppen-Nr. 199)Vorlage:Raumgruppe/199 und dem Gitterparameter a = 12,87 Å sowie 8 Formeleinheiten pro Elementarzelle.[3]

Siehe auch

Commons: Hsianghualite – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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