Hubert Goenner

deutscher theoretischer Physiker und Wissenschaftshistoriker From Wikipedia, the free encyclopedia

Hubert Goenner (auch Hubert Gönner; * 29. Oktober 1936 in Tübingen; † 12. März 2026[1] in Hannover[2]) war ein deutscher theoretischer Physiker und Wissenschaftshistoriker.

Biographie

Nach dem Studium der Mathematik und Physik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Staatsexamen 1962[3]) war er dort Assistent und wurde (nach einem Jahr an der Yeshiva University bei Arthur Komar) 1966 bei Helmut Hönl und Konradin Westpfahl über Beiträge zum allgemein-relativistischen Bewegungsproblem schneller, wechselwirkender und selbstwechselwirkender Pol-Dipol-Teilchen zum Dr. rer. nat. promoviert. Als Post-Doc war er an der Temple University in Philadelphia bei Peter Havas und ab 1969 bei Max Kohler Assistent an der Universität Göttingen, wo er sich 1973 habilitierte (Thema: Local isometric embedding of Riemannian manifolds and Einstein’s theory of gravitation). Von 1975 bis 1978 war er Privatdozent in Göttingen und ab 1980 außerplanmäßiger Professor für Physik am Institut für Theoretische Physik. 2002 wurde er dort emeritiert, war aber weiter wissenschaftlich aktiv. Er war Gastwissenschaftler u. a. an der Australian National University in Canberra (1978) und am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin (1995/96, 2000/01).[3]

Arbeitsgebiete

Als Physiker befasste sich Goenner unter anderem mit Erweiterungen der Allgemeinen Relativitätstheorie (ART). Dazu gehören insbesondere Skalar-Tensor-Theorien, Kosmologie, relativistische Thermodynamik, exakte Lösungen und Symmetrien der ART.

2005 erschien sein Buch über Albert Einsteins Zeit in Berlin in den Jahren von 1914 bis 1933; 2015 folgte seine Biographie des Physikers und Nobelpreisträgers Einstein.

Schriften (Auswahl)

(Ausführliches Schriftenverzeichnis auf der Seite der Universität Göttingen, Stand 2014,[4] im Internet Archive)

Literatur

  • Gönner, Hubert. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 387.

Einzelnachweise

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