Hubert Kösters
deutscher Veterinärmediziner und Korpsstabsveterinär
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Hubert Kösters, auch Koesters (* 3. November 1847 in Alpen; † 11. November 1913 in Berlin) war ein deutscher Veterinärmediziner und Korpsstabsveterinär.
Leben
Hubert Kösters war ein Sohn eines Mühlenbesitzers und wurde bis auf eine kurze Zeit an einem Progymnasium zuhause unterrichtet. Am 15. Oktober 1869 trat er als Vierjährig-Freiwilliger in das Husaren-Regiment Nr. 11. Als Angehöriger der Militär-Roßarztschule studierte er ab 1870 für drei Jahre Tierheilkunde. Zum 19. August 1873 wurde er nach bestandener Fachprüfung dem Ulanen-Regiment Nr. 5 als Unterroßarzt zugeteilt. Hier wurde er am 19. Oktober 1875 Roßarzt. Im darauffolgenden Jahr bestand er die kreistierärztliche Prüfung und wurde am 30. April 1877 als Assistent an die Militär-Lehrschmiede nach Berlin versetzt. In Berlin blieb er bis 1884, wobei er nach seiner Beförderung zum Oberroßarzt am 1. Oktober 1881 Erster Assistent geworden war. Ab 1. Oktober 1884 war er als Inspizient an der Militär-Roßarztschule eingesetzt gewesen. 1887 kam er von der Militär-Roßarztschule zum Artillerie-Regiment Nr. 14. Zeitgleich wurde er Technischer Vorstand der Lehrschmiede Gottesaue.[1] Ab 1. April 1890, anfangs noch als Korpsroßarzt, später als Korpsstabsveterinär, war er erst im Generalkommando des IX. Armee-Korps und ab 1. Mai 1891 im XIV. Armee-Korps.
Nachdem Friedrich Dominik 1891 gestorben war, übernahm Kösters zum 1. August 1891 die Stelle als Technischer Vorstand der Militär-Lehrschmiede in Berlin. Zusätzlich war er Wissenschaftlicher Consulent der Inspektion des Militär-Veterinär-Wesens,[2] später wissenschaftlicher Berater des Kriegsministeriums. In dieser Funktion war er auch wissenschaftlicher Berater der Militär-Veterinär-Akademie. 1906 wurde er Rat 4. Klasse.[3] Anfang Januar 1912 schied er; er hatte im Dienst einen schweren Unfall erlitten; als Technischer Vorstand der Militär-Lehrschmiede aus.
1905 erhielt er das Prädikat Professor verliehen.[4] 1907 wurde ihm die Krone zum Roten Adlerorden 4. Klasse,[5] welchen er bereits 1897 erhalten hatte,[6] und das Offizier-Kreuz des niederländischen Ordens von Oranien-Nassau[7] verliehen. Zusätzlich hatte er u. a. noch den Kronen-Orden 3. Klasse erhalten.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Beurtheilung und Behandlung der Fohlenhufe. Paul Paren, Berlin, 1894.
- Lehrbuch des Hufbeschlags. Berlin, 1897. 6. Auflage 1914.
- Historische Hufeisen. In: Zeitschrift für Veterinärkunde. 18. Jahrgang, Heft 1, Januar 1906, S. 1–10, 63–73, 97–109.
- Scharlachrot-Salbe von Kalle & Cie. in Biebrich. In: Zeitschrift für Veterinärkunde, Band 22, 1910, S. 340.
Literatur
- Nachruf auf Hubert Kösters. In: Zeitschrift für Veterinärkunde, Band 25, 1913, S. 129–130, 132.