Hugo Knorr

deutscher Landschafts- und Marinemaler, Zeichner und Kunstprofessor From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Knapp verbrachte seine Jugend in Tapiau, wo sein Vater als Rendant, der ihm den Besuch einer Schule ermöglichte und anschließend für eine einträgliche Ausbildung sorgte, angestellt war. Knorr arbeitete zunächst als Büro- und Forstgehilfe in einem forstwirtschaftlichen Betrieb. Die Arbeit im Wald und eine Neigung zur Malerei brachten ihn dazu, diesen Beruf aufzugeben und sich mit der Landschaftsmalerei zu beschäftigen. Sein Vater unterstützte ihn dabei durch eine monatliche Zahlung von 3 Talern. Er fertigte einige Zeichnungen an und recihet sie beim Ministerium ein, was ihm ein Stipendium einbrachte. So kam er im Herbst 1852 im Alter von 18 Jahren an die Kunstakademie Königsberg, wo er. Carl Scherres war dort unter anderem sein Studienkollege. Später wurde Knorr Meisterschüler bei August Behrendsen. Er erhielt die Möglichkeit für einen Aufenthalt an der Ostseeküste und auf der Insel Rügen. 1858 unternahm er eine Studienreise in den Harz und 1861 erlaubten es ihm seine Einkünfte für ein Vierteljahr nach Norwegen zu reisen, wo er zahlreiche Skizzen und Anregungen mitbrachte, die er in seinen Werken verarbeitete. Sein erstes Norwegenbild brachte ihm bereits großen Erfolg. Es 1864 wurde von König Wilhelm I. für seine private Galerie in Potsdam erworben. Ein etwas kleineres Gemälde erhielt die Kronprinzessin Viktoria. In den Jahren 1864 bis 1873 war er auch als Zeichenlehrer an der Realschule tätig.[1] 1873 zog Knorr nach Karlsruhe und nahm eine Stellung als Professor für Aquarellmalerei und Freihandzeichnen am dortigen Polytechnikum an. Friedrich Preller hatte ihn diesem Institut empfohlen. Eine Schülerin war Luise Neumann. Später fertigte er Ansichten aus dem Schwarzwald, von der Bayerischen Hochebene oder von der Ostseeküste.

Knorrs Ölgemälde zeigen mehrheitlich die Küstenlandschaft Norwegens, die in ihrer ganzen Großartigkeit und Erhabenheit der Jahreszeiten dargestellt wird. Ein weiterer Schwerpunkt Knorrs sind seine Kreide- bzw. Kohlezeichnungen, mit denen er kongenial mehrere literarische Werke illustrierte. Er beschickte von 1860 bis 1883 mehrmals die Kunstausstellungen in Berlin, Düsseldorf, Karlsruhe, Lübeck, München, Rostock und anderen Städten. Neben Landschaften fertigte er auch Kompositionen mit Motiven aus Richard Wagners Ring des Nibelungen.[2] Er trat 1904 in den Ruhestand und starb noch im selben Jahr. Sein Nachlass wurde 1906 bei Rudolf Bangel in Frankfurt am Main versteigert.

Werke (Auswahl)

Weidevieh am Seeufer
Een Boot is noch buten?

Aquarelle

  • Schneegestöber
  • Zigeuner im Walde
  • Das Schloss in Karlsruhe
  • Partie aus Baden (2 Bilder)
  • Der Watzmann, aus der Ramsau

Ölgemälde

  • um 1860: Nach dem Gewitter, Harzlandschaft
  • Wasserfall in einer norwegischen Hochebene
  • Der Hardangerfjord
  • Norwegische Gletscher
  • Norwegische Hochebene
  • um 1864: In den Skjören (von Friedrich III. erworben)
  • Fjord in der Hochebene
  • Wrack an der norwegischen Küste
  • 1870: Brandung an der norwegischen Küste, Wrack an der norwegischen Küste, Fischerboot in der Brandung
  • 1874: Herbstwetter am Ostseestrande
  • 1876: Strand auf dem Vilm, Rügen
  • 1878: Weidevieh am Seeufer
  • 1879: Partie aus dem bayerischen Hochlande
  • 1880: Der Göll von der Ramsau aus
  • Een Boot is noch buten[3]
  • vor 1890: See im Tannenwald

Bilderzyklen/Kartons/Kohle- oder Kreidezeichnungen

  • Märchen vom König Winter (sieben Bilder, Öl)
  • Bilder aus dem Deutschen Walde (Karton)
  • Der fliegende Holländer
  • Ring des Nibelungen (15 Kartons, mit Hagen tötet Siegfried [Götterdimmerung] und Wotan, der Wanderer, versucht Siegfried an der Befreiung Brünhilds zu hindern)[4]
  • Esaias Tegnér: Frithjofssage. 1867 (10 Kartons).
  • Carl Weitbrecht: Was der Mond bescheint. 1873.

Literatur

Commons: Hugo Knorr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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