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Hurrikan Joaquin

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Hurrikan Joaquin war ein extrem starker und zerstörerischer Wirbelsturm der Kategorie 4 auf der Saffir-Simpson-Hurrikan-Windskala, der Ende September und Anfang Oktober 2015 im Atlantischen Ozean tobte. Er war der stärkste Hurrikan der Saison 2015 und hinterließ vor allem auf den Bahamas sowie in der Schifffahrt verheerende Schäden. Joaquin bildete sich am 28. September 2015 nordöstlich der Bahamas aus einem nicht-tropischen Tiefdruckgebiet.[1] Durch ungewöhnlich hohe Wassertemperaturen intensivierte sich das System schnell.

Schnelle Fakten Kategorie-4-Hurrikan (SSHWS) ...
Hurrikan Joaquin
Kategorie-4-Hurrikan (SSHWS)
Hurrikan Joaquin bei größter Stärke am 3. Oktober 2015
Hurrikan Joaquin bei größter Stärke am 3. Oktober 2015
Entstehung 28. September 2015
Auflösung 15. Oktober 2015
Spitzen­wind­geschwin­digkeit
250 km/h (155 mph) (1 Minute anhaltend)
Niedrigster Luftdruck 931 hPa (mbar)
Tote 34
Sachschäden 120 Millionen US-$ (2015)
Betroffene
Gebiete
Bahamas, Turks- und Caicosinseln, Kuba, Haiti, Bermuda, Südostküste USA
Saisonübersicht:
Atlantische Hurrikansaison 2015
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Beschreibung

Besonders schwer betroffen war der Inselstaat der Bahamas (darunter Acklins, Crooked Island und Long Island), wo sturmbedingte Flutwellen und extreme Regenfälle große Teile der Infrastruktur zerstörten. Tragische Bekanntheit erlangte der Hurrikan durch den Untergang des US-amerikanischen Frachtschiffs SS El Faro am 1. Oktober 2015 nahe den Bahamas. Das Schiff geriet direkt in das Zentrum des Sturms; alle 33 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Insgesamt wurden dem Hurrikan 34 Todesopfer direkt zugeschrieben. Der Gesamtschaden wird auf über 120 Millionen US-Dollar geschätzt.[2]

Folgen

Bahamas-Inseln

Die Inseln im Süden und Zentrum der Bahamas (Acklins, Crooked Island, Long Island, Rum Cay und San Salvador) wurden besonders hart getroffen. Hunderte Häuser verloren ihre Dächer oder wurden vollständig zerstört. Stromnetze und die Wasserversorgung brachen auf mehreren Inseln tagelang komplett zusammen.[3]

SS El Faro

Am 1. Oktober 2015 geriet das 241 Meter lange US-Frachtschiff SS El Faro nahe Crooked Island direkt in das Zentrum des Hurrikans. Das Schiff erlitt Motorausfall und sank. Alle 33 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Es war eines der schwersten Schiffsunglücke in der Geschichte der modernen US-Handelsmarine.[4]

South Carolina

Obwohl Joaquin nicht direkt auf das US-Festland traf, leitete er eine enorme Menge tropischer Feuchtigkeit an eine bestehende Wetterfront über den USA weiter. In Regionen um Charleston und Columbia (South Carolina) fielen lokal über 500 bis 600 mm Regen in wenigen Tagen („1000-jähriges Regenereignis“).[5]

Meteorologie

Siehe auch

Commons: Hurricane Joaquin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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