Hussein Jelaad
jordanischer Dichter, Erzähler und Journalist,
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Hussein Jelaad (arabisch حسين جلعاد, DMG Ḥusayn Ǧalʿād; * 1970) ist ein jordanischer Dichter, Erzähler und Journalist, der in der arabischen Gegenwartsliteratur durch Lyrikbände, eine vielbeachtete Kurzgeschichtensammlung und essayistische Prosa bekannt wurde.[1] Er arbeitet bei Al Jazeera als leitender Redakteur.[2] Nach zwei Lyrikbänden – al-ʿālī yuṣlab dāʾiman (‚Der Erhabene wird immer gekreuzigt‘, 1999) und kamā yakhsaru al-anbiyāʾ (‚Wie die Propheten verlieren‘, 2007) – veröffentlichte er die Kurzgeschichtensammlung ʿuyūn al-ġaraqā (‚Augen der Ertrunkenen‘, 2023), gefolgt von dem Essay- und Gesprächsband šurfat Ādam (‚Adams Balkon‘, 2025).[1][2][3][4] Im Jahr 2009 wurde er vom Hay Festival auf die Beirut39-Liste der 39 vielversprechendsten jungen Autorinnen und Autoren der arabischen Welt gesetzt.[5]
Leben
Jelaad wurde 1970 geboren und ist Mitglied des jordanischen Schriftstellerverbandes (Rābiṭat al-Kuttāb al-Urdunīyīn), in dessen Verwaltungsrat er 2004/2005 mitwirkte.[1] Zu Beginn seiner Laufbahn arbeitete er als Kulturjournalist und veröffentlichte Beiträge in den jordanischen Tageszeitungen Al-Rāʾī und Al-Arab al-Yawm sowie als freier Autor für die libanesische An-Nahar; später zog er nach Doha und wechselte zur Redaktion von Al Jazeera.[6] Bei Al Jazeera ist er als redaktioneller Leiter und veröffentlicht regelmäßig kulturjournalistische Texte.[2][7] 2006 wurde er zum „Botschafter der jordanischen Poesie“ beim in Chile ansässigen World Poets Movement (Ḥarakat Shuʿarāʾ al-ʿĀlam) berufen.[4]
Wirken
Mit seinem ersten Band al-ʿālī yuṣlab dāʾiman (‚Der Erhabene wird immer gekreuzigt‘, 1999) und dem zweiten Band kamā yakhsaru al-anbiyāʾ (‚Wie die Propheten verlieren‘, 2007) profilierte sich Jelaad mit seiner Lyrik, bevor er mit ʿuyūn al-ġaraqā (‚Augen der Ertrunkenen‘, 2023) eine Sammlung kurzer Prosatexte vorlegte, die – wie zeitgenössische Kritiken hervorhoben – Erinnerungsräume und Verlusterfahrungen in knapper, bildreicher Prosa aufruft.[1][3] In šurfat Ādam (‚Adams Balkon‘, 2025) bündelte er literaturkritische Essays und Gespräche mit arabischen und internationalen Autorinnen und Autoren und verband diese mit philosophischen Reflexionen über Sprache, Literatur und Erkenntnis.[1][4] Das Buch wurde im Frühjahr 2025 unter anderem auf der Doha International Book Fair vorgestellt.[8] Jelaad betont die zentrale Stellung der Poesie als „Wesenskern der Sprache“ und hebt die Rolle von Literatur und kritischem Schreiben in der Gegenwartskultur hervor.[9] Bereits 2009 wurde sein literarisches Potenzial durch die Auswahl in die Beirut39-Liste gewürdigt, die vom Hay Festival in Kooperation mit UNESCO kuratiert wurde.[5] Seine kulturjournalistischen Rezensionen und Essays erscheinen fortlaufend auf Al Jazeera.[7]