Hussein al-Abri
omanischer Schriftsteller und Psychiater
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Leben
Al-Abri stammt aus der Wilāyat al-Hamrāʾ in Oman.[3] Er studierte Medizin und arbeitet in Maskat als Facharzt für Psychiatrie.[1] Seine ersten literarischen Texte veröffentlichte er während des Studiums; 2000 erschien sein Debütroman Diazepam.[4] Im Jahr 2007 wurde er mit dem omanischen Sultan-Qabus-Orden für Literatur und Kunst ausgezeichnet.[4] 2018 veröffentlichte er als Übersetzer Thomas Nagels Einführungsbuch What Does It All Mean? auf Arabisch.[4] 2019 folgte zusammen mit Hamad Sinan al-Ghaithi die arabische Ausgabe von Svante Pääbos Neanderthal Man: In Search of Lost Genomes.[5] Ebenfalls 2018 legte er zusammen mit Ṣāliḥ al-Falāḥī eine weit verbreitete arabische Übersetzung von Yuval Noah Hararis Sapiens vor.[6]
Wirken
Al-Abri veröffentlicht Romane, Erzählungen und Essays, in denen er soziale und politische Entwicklungen in Oman mit psychologischen Perspektiven verbindet.[1] Zu seinen häufig genannten Büchern zählen neben Diazepam (2000) die Romane al-waḫz (2005; ‚Der Stich‘), al-muʿallaqa al-aḫīra (2007; ‚Die letzte Muʿallaqa [Ode]‘), al-aḥmar wa-l-aṣfar (2010; ‚Rot und Gelb‘) und Safīnat al-ḥumaqāʾ (2015; ‚Das Narrenschiff‘).[4] Mit der Aufnahme in die Beirut39-Liste wurde er einer breiteren internationalen Leserschaft vorgestellt.[2] In den späten 2010er-Jahren profilierte er sich zusätzlich durch Übersetzungen aus Philosophie und Naturwissenschaft, mit der er zwischen Literatur und Wissen vermittelte.[5] In der arabischen Kulturpresse wurde zuletzt mehrfach bedauert, dass seit einigen Jahren kein neuer Roman von ihm erschienen ist.[7]