Hypatios (Bithynien)
Abt und Heiliger
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Leben
Hypatios entfloh seinem Elternhaus und begab sich um 400[2] in das klösterliche Leben. Im Jahr 406 stellte er das zerfallene Kloster in Ruphinianai bei Chalkedon wieder her, dem er dann als Abt vorstand. Der völlige Gehorsam der Mönche im Kloster war ihm ein wichtiges Anliegen. Er kümmerte sich auch um die Seelsorge an den Laien außerhalb des Klosters; sie lehrte er die wahre Gottesfurcht. Sein Schüler Kallinikos verfasste um 450[3] über ihn eine Heiligenvita, die auch als bedeutende historische Quelle gilt.
Im Mittelalter gab es den Brauch, über schädliche Tiere ein dem Hypatios zugeschriebenes Gebet zu beten.
Quellen
- Callinicus, De vita S. Hypatii liber. Teubner, Leipzig 1895 (Digitalisat, Text griechisch).
- Kallinikos (Hagiograph): Vie d'Hypatios. Hrsg.: Gerhardus J. M. Bartelink (= Sources chrétiennes). Les Éditions du Cerf, Paris 1971 (Text griechisch und französisch, Vorwort und Einführung französisch).
Literatur
- Otto Volk: Hypatios. In: Walter Kasper (Hrsg.): Lexikon für Theologie und Kirche. 3. Auflage. Band 5. Herder, Freiburg im Breisgau 1996.
- Ekkart Sauser: Hypatios. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 21, Bautz, Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-110-3, Sp. 701–702.