Hypomaniac

Musikalbum von Camila Nebbia, Gonçalo Almeida und Sylvain Darrifourcq From Wikipedia, the free encyclopedia

Hypomaniac ist ein Musikalbum von Camila Nebbia, Gonçalo Almeida und Sylvain Darrifourcq. Die am 15. März 2025 live auf dem Festival Take 2 im Veranstaltungsort Mikri Skini in Thessaloniki entstandenen Aufnahmen erschienen am 15. Oktober 2025 auf Defkaz Records.

Veröffent-
lichung

15. Oktober 2025

Label(s)

Defkaz Records

Format(e)

CD, Download

Schnelle Fakten Veröffent-lichung, Aufnahme ...
Hypomaniac
Livealbum von Camila Nebbia, Gonçalo Almeida, Sylvain Darrifourcq

Veröffent-
lichung

15. Oktober 2025

Aufnahme

15. März 2025

Label(s)

Defkaz Records

Format(e)

CD, Download

Genre(s)

Jazz, Neue Improvisationsmusik

Titel (Anzahl)

4

Länge

48:31

Besetzung

Produktion

Iannis Koufaelas

Aufnahmeort(e)

Mikri Skini, Thessaloniki

Chronologie
Rastro o Vacío
(2025)
Hypomaniac Camila Nebbia, Marilyn Crispell, Lesley Mok: A Reflection Distorts Over Water
(2025)
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Hintergrund

Das Album Hypomaniac ist das Ergebnis einer Einladung durch die Saxophonistin Camila Nebbia an den Schlagzeuger Sylvain Darrifourcq und den Kontrabassisten Gonçalo Almeida, gemeinsam im Trio aufzutreten. Bei ihrem Konzert beim Festival Take 2, das von Defkaz Records in Zusammenarbeit mit dem Veranstaltungsort Mikri Skini in Thessaloniki organisiert wurde, spielten sie vier ausgedehnte, nicht näher benannte Improvisationen.

Titelliste

  • Camila Nebbia, Gonçalo Almeida, Sylvain Darrifourcq: Hypomaniac (Defkaz Records fk026)[1]
  1. 19:45 19:45
  2. 8.17 8:17
  3. 8.59 8:59
  4. 11:30 11:30

Rezeption

Die Leidenschaft ihrer Improvisation, die Dringlichkeit ihres Tenorsaxophons dürfte wohl so schnell nicht nachlassen, und es gebe [für Camila Nebbia] noch so viele Menschen zu treffen, so viel Musik zu entdecken, meint Franpi Barriaux (Citizen Jazz). Gonçalo Almeida sei mit dem stets präsenten Feuer ihres Tenorsaxophons vertraut, und als enger Mitarbeiter von Rodrigo Amado würde er sich in einer Rolle wiederfinden, die an die seine bei La Grande Crue erinnere, wo The Attic auf Eve Risser traf. Der Schlüssel zu Hypomaniac liege darin zu erkennen, dass die Dringlichkeit sich Zeit lasse, dass sich zunächst ein hyperaggressives Klima einstelle und sich mit der Zeit festige, ohne jemals zu zerfallen.[2]

Hypomanie würde in der Medizin die relativ ruhige Phase einer bipolaren Störung vor einem Rückfall bezeichnen, so Barriaux. Hier drücke sich dies in vielen Stücken durch Sylvain Darrifourcqs kreisförmiges Spiel aus, das zwischen beruhigenden Mantras und langsamem Verfall oszilliere, insbesondere wenn er seine üblichen Objekte in Klangschalen auf der Snare Drum einsetze. Auf diesem faszinierenden Album voller Spannung, das ständig auf dem schmalen Grat zwischen zwei Ufern balanciert, finde sich „der Hörer mitten in der Furt wieder, der Gnade der kleinsten Bewegung ausgeliefert“.[2]

Das Trio würde im dritten Stück mit einem fragilen, ätherischen Bordun experimentieren, in dem Tenorsaxophon, Kontrabass und Schlagzeug zu einer geheimnisvollen, resonanten Einheit verschmelzen würden, die jedoch schließlich von Almeidas lärmendem Bass gestört werde, schrieb Eyal Hareuveni in den Liner Notes des Albums. Dieses vielversprechende Trio würde seine faszinierende, experimentelle Reise mit einer geduldigen Rückkehr zu seinem intensiven, feurigen Sturm beenden, den es jedoch mit einem kraftvollen Groove abschliesse. Die anerkennende, enthusiastische Reaktion des Publikums sollte mit weiteren Veröffentlichungen solch großartiger Musik belohnt werden.

Einzelnachweise

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