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Höllentalaussicht

Aussichtswarte an der Rax in Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Höllentalaussicht ist eine Aussichtswarte an der Rax in Niederösterreich.

Schnelle Fakten Daten ...
Höllentalaussicht
Blick von der Höllentalaussicht in Richtung Großes Höllental

Blick von der Höllentalaussicht in Richtung Großes Höllental

Daten
Ort Raxplateau bei Reichenau an der Rax, Niederösterreich
Bauherr Deutscher und Österreichischer Alpenverein
Baujahr 1910
Höhe 1610 m
Koordinaten 47° 43′ 24,3″ N, 15° 45′ 16,2″ O
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Lage und Geschichte

Die Höllentalaussicht liegt südostseitig rechts beim Talschluss des Großen Höllentals, einem Nebental des Höllentals der Schwarza zwischen Schneeberg und Raxstock oberhalb von Reichenau an der Rax, auf 1610 m ü. A..

Geschichte und Zustieg

Versicherung der Aussichtswarte mit der Markierung des Alpenvereinssteiges
Hedwig-Kronich-Gedenktafel

Sie wurde 1910 an einer Felsnase am Abbruch des Raxplateaus vom Deutschen und Österreichischen Alpenverein und dem Hüttenwirt des Otto-Schutzhauses, dem „Raxkönig“ Camillo Kronich (1876–1958), errichtet.

Kronich initiierte auch den Alpenvereinssteig, der aus dem Höllental heraufführt. Dieser ursprüngliche Zustieg ist heute als Klettersteig versichert.[1] Er hat sein oberes Ende direkt neben der Höllentalaussicht. Als 1926 die Raxseilbahn in Hirschwang, die erste touristische Seilbahn in Österreich, eröffnet wurde, wurde die Höllentalaussicht zu einem beliebten Spaziergängerziel. Sie ist vom Raxalpen-Berggasthof, der Seilbahn-Gipfelstation (1547 m ü. A.) oder vom Ottohaus (1644 m ü. A.) über die Wegkreuzung „Praterstern“ gemütlich erreichbar.[2] Daneben gelangt man zur Aussichtswarte auch einfach von der Wolfgang-Dirnbacher Hütte (1477 m ü. A.). Der Weg zu dieser Hütte über das Große Höllental ist wegen der versicherten Klettersteige bzw. wegen der Schönbrunner-Stiege oder der anderen Leitern zum Wachthüttelkamm am Taleingang etwas schwierig und teilweise ausgesetzt. Ein einfacherer, aber deutlich längerer Anstieg verläuft über den Großen Kesselgraben und die Gloggnitzer Hütte (1550 m ü. A.).[3]

Direkt bei der Höllentalaussicht ist eine Ehrentafel für Hedwig Kronich († 1945) angebracht, die Gattin[4] von Camillo Kronich. Sie wurde von der Alpinen Gesellschaft Raxgmoa gespendet.[5] In älteren Unterlagen wie dieser Landkarte (Stand ca. 1921) ist der Aussichtspunkt als „Hedwig-Aussicht“ bezeichnet.

Geologie

Das Gebiet um Höllentalaussicht – Wachthüttelkamm dürfte eine Zone jüngerer, mittel- bis obertriadischer Riffkalke im Raxplateau-Wetterstein (ca. 230 Mio. Jahre alt) darstellen.[6] Das Große Höllental selbst ist eine mächtige Störung (Blattverschiebung) im Kalkstock der Rax, die sich gegenüber am Schneeberg fortsetzt, und als „Hauptdrainage“ auch die kräftigen Höllentalquellen am Talende verursacht.[7]

Commons: Höllentalaussicht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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