Ibrahim Thiaw

mauretanischer Forstwissenschaftler und UN-Funktionär From Wikipedia, the free encyclopedia

Ibrahim Thiaw (* 1957 in Tékane) ist ein mauretanischer Forstwissenschaftler. Er war von 2019 bis 2025 Exekutivdirektor des Sekretariats zur Umsetzung der UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD).

Ibrahim Thiaw (2016)

Biographie

Ibrahim Thiaw kam 1957 in Tékane im südwestmauretanischen Bezirk Trarza zur Welt. Von 1979 bis 1983 absolvierte er ein Studium in Forstwirtschaft und Forstprodukttechnik an der Ecole Nationale Forestière d'Ingénieurs im marokkanischen Salé.

Anschließend arbeitete er zehn Jahre für das mauretanische Ministerium für ländliche Entwicklung. Er wechselte dann zur International Union for Conservation of Nature, zunächst als Regionaldirektor für Westafrika, zuletzt leitete er die Organisation als Generaldirektor.[1]

2007 wurde Thiaw beim Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) Direktor der Abteilung für die Umsetzung der Umweltpolitik. Von 2013 bis 2018 war er beim UNEP als stellvertretender Exekutivdirektor für die strategischen Vision zuständig, er beaufsichtigte die Entwicklung und Umsetzung der mittelfristigen Strategie und des Arbeitsprogramms und koordinierte die Zusammenarbeit mit Regierungen und anderen Umweltgremien.[1] UN-Generalsekretär António Guterres ernannte Thiaw 2018 zum Sonderberater für die Sahelzone. In dieser Funktion unterstützte er die Weiterentwicklung der Integrierten Strategie der Vereinten Nationen für die Sahelzone (UNISS) und des UN-Unterstützungsplans für die Sahelzone (Working Together for a Prosperous and Peaceful Sahel).[2]

Ab Februar 2019 war Thiaw als Nachfolger der Französin Monique Barbut Exekutivdirektor des Sekretariats der UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) in Bonn und bekleidete den Rang eines UN-Untergeneralsekretärs.[1][3] 2025 wurde er von der Ägypterin Yasmine Fouad abgelöst.[4]

Im Jahr 2022 leitete Thiaw nach dem Rücktritt von Patricia Espinosa kommissarisch das ebenfalls in Bonn angesiedelte Sekretariat des UN-Rahmenabkommens zum Klimawandel,[5] bis Simon Stiell das Amt am 15. August übernahm.[6]

Einzelnachweise

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