Idstedt
Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Deutschland
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Idstedt (dänisch: Isted) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 54° 35′ N, 9° 31′ O | |
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Schleswig-Flensburg | |
| Amt: | Südangeln | |
| Höhe: | 26 m ü. NHN | |
| Fläche: | 13,35 km² | |
| Einwohner: | 894 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 67 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 24879 | |
| Vorwahl: | 04625 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SL | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 59 042 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Toft 7 24860 Böklund | |
| Website: | www.idstedt.de | |
| Bürgermeisterin: | Simone Emken (FWI) | |
| Lage der Gemeinde Idstedt im Kreis Schleswig-Flensburg | ||
Geografie
Lage
Idstedt liegt etwa zehn Kilometer nördlich der Kreisstadt Schleswig nordwestlich vom Langsee[2] am östlichen Rand des Naturraums Schleswiger Vorgeest,[3] einem Teilgebiet der Schleswigschen Geest. Der Ort ist umgeben von mehreren Seen wie zum Beispiel dem südöstlich des Ortes gelegenen Idstedter See. Im Gemeindegebiet liegen das Idstedter Gehege und das Grüder Holz.
Ortsteile
Die Gemeinde Idstedt besteht aus dem namensgebenden Erholungsort Idstedt sowie den Häusergruppen Idstedt Kirche, Idstedtholzkrug (dänisch Isted Kro), Röhmke (dänisch Rømmek) und Schwanholm, dem Forsthaus Idstedtwege und den Streusiedlungen Idstedtwester- und Idstedtosterfeld.[4]
Geschichte
Das älteste Relikt aus der Vorzeit ist das Ganggrab Idstedter Räuberhöhle. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt von 1196. Die Vorsilbe I- im Ortsnamen leitet sich von altdän. i[r] (altnord. ȳr) in der Bedeutung Eibe ab. Das -d- stellt einen jüngeren Einschub dar. Möglich ist auch eine Herleitung vom Personennamen Ide. Die Nachsilbe -stedt geht auf altdän. stath, stæth (südjütl. stej) für einen Wohnplatz zurück. Der Ortsname bedeutet somit etwa Eibenstätte. Die dialektale angeldänische Form ist Istej[5][6]. Idstedtfeld (Istedmark) wurde erstmals 1312 erwähnt (Dipl. dan.)[7]. Der Ortsname Röhmke (Rømmek) ist erstmals 1649 dokumentiert. Der Name geht entweder als Verkleinerungsform auf ndt. Ruum für Raum[8] oder auf altnord. rȳma (≈ freimachen, hier: der freigemachte, gerodete Wald) oder rymja (≈lärmen, hier: Lärmen der schwingenden Bäume oder eines Baches) zurück[9].
Idstedt zählt zu den historischen Orten im Herzogtum Schleswig. Das Erdbuch von Waldemar II. verzeichnete im Jahr 1231 den südlichen Teil des Herzogtums als Istathesyssel, das nach Idstedt benannt wurde: Ein Syssel war eine Verwaltungseinheit in Jütland.
Im Mittelalter hatte Idstedt eine gemeinsame Kirche mit Stolk, die aber vor der Reformation wieder einging. Seither gehörte Idstedt zum Landkirchspiel von St. Michaelis in Schleswig, während Röhmke zum Kirchspiel Fahrenstedt (Farensted) gehörte.
In der jüngeren Geschichte ist der Ort vor allem durch die Schlacht bei Idstedt am 24. und 25. Juli 1850 bekannt geworden. Das Idstedt Museum hält die Erinnerung daran wach. Die Istedgade, eine wichtige Straße im Kopenhagener Ortsteil Vesterbro, ist nach der Schlacht benannt. Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 kam der Ort zu Preußen.
Am 1. Januar 2007 trat die Gemeinde Idstedt mit der Nachbargemeinde Neuberend aus dem Amt Schuby aus und schloss sich im Zuge der schleswig-holsteinischen Verwaltungsstrukturreform mit den Gemeinden der Ämter Tolk und Böklund zum Amt Südangeln mit Sitz in Böklund zusammen.
Politik
Gemeindevertretung
Bei der Kommunalwahl am 14. Mai 2023 wurden insgesamt elf Sitze vergeben. Die Freien Wähler Idstedt erhielten sieben Sitze und die SPD vier Sitze.
Wappen
Blasonierung: „Über blau-goldenem Wellenschildfuß in Gold eine grüne zweistämmige Eibe, rechts und links begleitet von drei bogenförmig untereinander stehenden grünen Findlingen.“[11]
Wirtschaft und Infrastruktur
Bildung
Idstedt besitzt einen dänischen Kindergarten, in dem auch Kinder aus den umliegenden Gemeinden betreut werden.
Verkehr
Westlich von Idstedt verläuft die Bundesautobahn 7 nach Flensburg, südlich die Bundesstraße 201 nach Husum.[2]
Sehenswürdigkeiten
In der Liste der Kulturdenkmale in Idstedt stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.
Literatur
- Gemeinde Idstedt (Hrsg.): Chronik der Gemeinde Idstedt. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum, 1992, ISBN 3-88042-649-X.