Ignatius Fritsch
deutscher Ordensgeistlicher und Abt der Abtei Marienstatt
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Ignatius Fritsch OCist (* 1960 in Gießen) ist ein deutscher Ordensgeistlicher und Abt der Abtei Marienstatt.

Leben
Seine Eltern waren Flüchtlinge aus Schlesien.[1] Er wuchs in Bad Homburg auf und studierte Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Nach dem Abschluss arbeitete er am kunstgeschichtlichen Institut seiner Alma Mater.[2] Nach der Magisterprüfung schlug er ein Stipendium zum Studium nach Rom aus, um sich nach dem Tod seiner Mutter um seinen Vater zu kümmern.[1] Als dieser auch starb, trat er in Innsbruck in den Jesuitenorden ein und studierte Theologie. Sein Noviziat absolvierte er in Münster und wurde 1998 zum Priester geweiht. Danach war er als Kaplan in Frankfurt tätig.[1] Nach einiger Zeit verließ er den Orden und arbeitete ab 2004 als Lehrer in Hessen. 2011 entschied er sich für den Eintritt in den Zisterzienserorden und ging ins Kloster Himmerod.[2] Nach der Auflösung des Klosters 2017 übertrug er seine Stabilität auf die Abtei Marienstatt. Dort bekleidete er das Amt des Wallfahrtsleiters, bevor er nach einer dreijährigen Interimsführung zum Abt gewählt wurde.[3] Die Wahl erfolgte am 15. September 2025.[4] Am 26. Oktober 2025 erhielt er von Bischof Georg Bätzing die Abtsbenediktion.[5] Fritsch trat die Nachfolge von Andreas Range an.[6]