Iinefer
Prinz der altägyptischen 3. oder 4. Dynastie
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Iinefer (auch oftmals Iinefer I.) war ein altägyptischer Prinz mit dem Titel Königssohn, der nur von seinem Mastaba-Grab im altägyptischen Gräberfeld von Dahschur am südöstlichen Rand des Geländes bekannt ist. Er lebte wahrscheinlich am Übergang der 3. zur 4. Dynastie und war eventuell ein Sohn von König Snofru (etwa 2670 bis 2620 v. Chr.).[2][3]
| Iinefer in Hieroglyphen | |||||
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Iinefer / Ii-nefer Jj-nfr Der Gute kam[1] | |||||
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Beamtentitel S3-nsw.t Königssohn | |||||
Gaston Maspero grub ab 1883 das Grab des Iinefer aus, berichtete 1885 davon und erwähnte sowohl den Namen des Verstorbenen als auch eine Kartusche des Snofru.[4] Zu Beginn des 20. Jahrhunderts berichtete auch Alexandre Barsanti von einer weiteren Ausgrabung.[5] Die zwei Kultnischen des Grabes befinden sich heute im Ägyptischen Museum in Kairo (Inventarnummern CG 57120, 57121). Der Reliefstil datiert sie an das Ende der 3. und an den Beginn der 4. Dynastie.[6] Sie zeigen Iinefer und weibliche Figuren, die Landgüter symbolisieren. Vor allem die Reliefblöcke vom oberen Teil der Kapelle fehlen, hier waren einst vor allem weitere Titel des Iinefer zu finden, die heute zum großen Teil verloren sind. Zu den noch erhaltenen Titeln gehört Fürst (Ḥ3tj-ˁ = Hati-a), Vorlesepriester (H̱rj-ḥbt[7] = Cheri-hebet) und ein unvollständig überlieferter Titel, in dem der Königsname Snofru vorkommt.[2]
- Iinefer in seiner Mastaba (heute in Kairo)
- Fassade seiner Mastaba (heute in Kairo)
Literatur
- Alexandre Barsanti: Rapport sur la fouille de Dahchour. In: Annales du Service des Antiquités de l’Égypte. (ASAE) Band 3, Kairo 1902, S. 198–201, Tafel I, II (Online-Abruf über das Internet Archive)
- Michel Baud: Famille royale et pouvoir sous l’Ancien Empire égyptien. Band 1 (= Bibliothèque d’Étude. Band 126/1). Institut Français d’Archéologie Orientale, Kairo 1999, ISBN 2-7247-0249-2, S. 83 [8] (Volltext als PDF; 50,2 MB); abgerufen über Digital Giza – The Giza Project at Harvard University.
- Michel Baud: Famille royale et pouvoir sous l’Ancien Empire égyptien. Band 2 (= Bibliothèque d’Étude. Band 126/2). Institut Français d’Archéologie Orientale, Kairo 1999, ISBN 2-7247-0250-6, S. 403–405 [8] (Volltext als PDF; 17,1 MB); abgerufen über Digital Giza – The Giza Project at Harvard University.
- Bertha Porter, Rosalind L. B. Moss, Ethel W. Burney: Topographical Bibliography of Ancient Egyptian Hieroglyphic Texts, Reliefs, and Paintings. Volume III: Memphis. Part 2: Ṣaqqâra to Dahshûr. 2., von Jaromír Málek überarbeitete und erweiterte Auflage. Griffith Institute / Ashmolean Museum, Oxford 1981, ISBN 0-900416-23-8, S. 894 (Volltext als PDF; 33,5 MB); abgerufen über The Digital Topographical Bibliography.
- William Stevenson Smith: A History of Egyptian Sculpture and Painting in the Old Kingdom. 2. Auflage. University Press, Oxford 1949, S. 149–150, Abbildung 36b (Volltext als PDF; 95,1 MB); abgerufen über Digital Giza – The Giza Project at Harvard University.