Imad Mousa Haddad
palästinensischer evangelisch-lutherischer Geistlicher und seit Januar 2026 Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL)
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Imad Mousa Haddad (arabisch عماد موسى حداد, DMG ʿImād Mūsā Ḥaddād) ist ein palästinensischer evangelisch-lutherischer Geistlicher und seit Januar 2026 Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL).
Leben
Haddad wuchs in Bait Dschala auf,[1] studierte Theologie in Beirut sowie Columbia[2] und wurde 2008 ordiniert. Er war zunächst Pfarrer in Bait Sahur und Ramallah.[1] Zu seiner jungen Gemeinde gehörte Sally Azar.[3] 2020 wechselte Haddad in seinen gegenwärtigen Wohnort[4] Amman. Im Mai 2025 erhielt er die Doktorwürde vom United Lutheran Seminary in Gettysburg.[1]
Haddad wurde am 27. Juni 2025[3] von der Synode zum Bischof gewählt und am 11. Januar 2026 in der Jerusalemer Erlöserkirche in sein Amt eingeführt.[4]
Haddad ist ein Gegner der Siedlungspolitik Israels und thematisiert in der Öffentlichkeit die schweren Lebensbedingungen der palästinensischen Bevölkerung, u. a. infolge von Übergriffen durch Israelis, Arbeitslosigkeit und Hunger. In diesem Zusammenhang beschwört er Solidarität zwischen Christen und Muslimen. Zu seinen Vorbildern zählt Dietrich Bonhoeffer.[5]
Haddad ist verheiratet und hat zwei Töchter.[1]