Inaba Osamu

Japanischer Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Inaba Osamu (japanisch 稲葉 修; * 9. November 1909 in Murakami, Präfektur Niigata; † 15. August 1992 in Tokio) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), der unter anderem 1972 Bildungsminister sowie von 1974 bis 1976 Justizminister war.

Inaba Osamu (1972)

Leben

Inaba Osamu absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaften an der Chūō-Universität und schloss dieses 1936 mit einem Doktor der Rechtswissenschaften ab, woraufhin er als Rechtsanwalt und Professor tätig war. Am 23. Januar 1949 wurde er erstmals Mitglied des Repräsentantenhauses (Shūgiin) des Parlaments (Kokkai) und vertrat in diesem bis zum 28. August 1952, von 19. April 1953 bis 19. Mai 1980 sowie zuletzt zwischen dem 18. Dezember 1983 und dem 24. Januar 1990 den damaligen Wahlbezirk „Niigata II“. 1957 erfolgte seine Ernennung zum Parlamentarischen Vizeminister für Bildung. Innerhalb der Liberaldemokratischen Partei (LDP) gehörte er zunächst zur Shunjukai, der Faktion um Kōno Ichirō[1] und Mori Kiyoshi, sowie später zur Seisaku Kagaku Kenkyūjo, der von Nakasone Yasuhiro.[2] Während seiner langjährigen Parlamentszugehörigkeit war er als Nachfolger von Murase Nobuchika bis zu seiner Ablösung durch Yamaguchi Koichi 1960 Vorsitzender des Sonderausschusses für Maßnahmen zur Förderung von Wissenschaft und Technologie sowie als Nachfolger von Hamachi Bunpei zwischen 1962 und seiner Ablösung durch Satsuma Yūji 1963 Vorsitzender des Sonderausschusses für Katastrophenschutzmaßnahmen.

Mitglieder des 1. Kabinett Tanaka, 1972

Im Kabinett Tanaka I bekleidete Ianaba vom 7. Juli bis zum 22. Dezember 1972 den Posten des Bildungsministers[3] und war als Nachfolger von Tanaka Masami von 1973 bis zu seiner Ablösung durch Kubota Enji 1974 Vorsitzender des Bildungsausschusses. Am 9. Dezember 1974 übernahm er im Kabinett Miki das Amt des Justizministers und bekleidete dieses Ministeramt zwischen dem 15. September und dem 24. Dezember 1976 auch im umgebildeten Kabinett Miki.[4][5]

Sein älterer Bruder Inaba Keisuke (1886–1975) war zwischen 1942 und 1945 ebenfalls Mitglied des Repräsentantenhauses. Aus seiner Ehe mit Inaba Eiko ging der Sohn Inaba Yamato (* 1943) hervor, der zwischen 1993 und 2009 dem Repräsentantenhaus ebenfalls als Mitglied angehörte.

Einzelnachweise

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