Ines Seiler
deutsche Politikerin (SPD), MdL
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Ines Seiler (* 1978 in Königs Wusterhausen) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie ist seit 2024 Mitglied des Landtags Brandenburg.[1]

Leben
Nach ihrer Geburt in der DDR zog Seiler 1982 in den Westen, wohin ihr Vater drei Jahre zuvor mit einem Segelflugzeug geflohen war. Nach dem Abitur absolvierte sie von 1999 bis 2001 eine Ausbildung zur Speditionskauffrau mit dem Schwerpunkt Luft- und Seefracht in Hamburg. Im Anschluss studierte sie Geographie in Bonn und schloss das Studium 2008 mit dem Diplom ab.[1][2]
Ab 2009 war sie in Laos als Entwicklungshelferin und Beraterin für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) und später für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) tätig. 2012 kehrte sie nach Deutschland zurück und arbeitete für die Stiftung Kinder forschen, unter anderem als Netzwerkreferentin in der frühkindlichen Bildung und Prozessbegleiterin für gute Kitaqualität. Sie absolvierte 2019 eine Ausbildung zum Systemischen Coach bei der Dachgesellschaft für Positive Psychologie (DGPP) in Berlin und machte sich selbstständig.[1][2]
Seiler ist verheiratet, hat einen Sohn und lebt in Baruth/Mark. Sie ist Mitglied im Weißen Ring und im AWO-Bezirksverband Brandenburg Süd.[2]
Politik
Bei der Landtagswahl in Brandenburg 2024 zog Seiler über das Direktmandat im Wahlkreis Teltow-Fläming III in den Landtag ein. Mit einem Erststimmenergebnis von 32,5 % erreichte sie im Wahlkreis eine größere Zustimmung als ihre Partei (30,9 % der Zweitstimmen) und übertraf das Ergebnis von Ortwin Baier (SPD) bei der Landtagswahl 2019 um 7,7 Prozentpunkte.[3]
In der 8. Legislaturperiode ist Seiler Mitglied im Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt (bis Frühjahr 2026: Ausschuss für Inneres und Kommunales) sowie im Ausschuss für Infrastruktur und Landesplanung, dessen stellvertretende Vorsitzende sie ist.[1][4] Des Weiteren ist sie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Recht und Digitalisierung sowie im Petitionsausschuss.[5][6] Seit dem Jahresbeginn 2026 gehört sie der Enquete-Kommission 8/2 an, die sich mit der Finanzierung und Gestaltung des ÖPNV in Brandenburg und mit der Entwicklung der Flughafenregion beschäftigt.[7] Außerdem ist sie seit Mai 2026 Mitglied im Untersuchungsausschuss 8/1, der die Flüchtlingsunterbringung im Landkreis Ostprignitz-Ruppin beleuchtet.[8] In der SPD-Fraktion fungiert sie als Sprecherin für Integrationspolitik und Regionalentwicklung.[9]
Außerdem ist Seiler kommunalpolitisch aktiv. 2019 trat sie für die SPD bei der Kreistagswahl in Teltow-Fläming an und rückte 2022 in den Kreistag nach. Dort war sie Mitglied im Ausschuss für Regionalentwicklung und Bauplanung sowie im Ausschuss für Landwirtschaft und Umwelt.[2][10] Bei den Kommunalwahlen 2024 wurde sie erneut in den Kreistag gewählt.[11] Seitdem ist sie Mitglied des Kreisausschusses und gemeinsam mit Erik Stohn Vorsitzende der Fraktion SPD/Bündnis 90/Die Grünen.[10]
Ausgehend von ihrem Kreistagsmandat hat Seiler weitere regionale Funktionen übernommen. Seit 2022 gehört sie der Regionalversammlung der Regionalen Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming an, die sie 2025 in den Vorstand und als stellvertretendes Mitglied in den Beratenden Ausschuss für Planungsarbeit wählte. Zusätzlich ist sie seit 2024 Vorsitzende des Aufsichtsrates der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming (VTF) und Mitglied des Nahverkehrsbeirates Teltow-Fläming. Seit 2026 ist sie Vorstandsmitglied des AWO-Bezirksverbandes Brandenburg-Süd.[1][2][10][12][13]
Seiler ist seit 2016 SPD-Mitglied und amtiert seit 2023 als stellvertretende Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Teltow-Fläming.[1]