Ingeborg Gersing

deutsche Lehrerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Ingeborg Gersing (* 23. Februar 1925 in Amberg; † 5. März 2019 ebenda) war eine deutsche Lehrerin und Arme Schulschwester.

Leben

Ingeborg Gersing wurde in Amberg geboren.[1] Sie wurde durch das Beispiel einer Sozialarbeiterin inspiriert, die später eine Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau wurde. Diese engagierte sich für die Hilfsbedürftigen und setzte sich aktiv für ihre Anliegen ein.[2] Gersing legte ihr Ordensgelübde 1952 ab.[3]

Von 1952 bis 1960 war Gersing in München an den Gymnasien der Armen Schulschwestern tätig, ihre Fächer waren Englisch, Deutsch und Geschichte. Im Anschluss begann sie ihre Lehrtätigkeit an einem Gymnasium in Amberg, das später den Namen Dr.-Johanna-Decker-Schule erhielt.[4] Während des Zweiten Vatikanischen Konzils war sie immer wieder als Übersetzerin tätig.[1] Durch die Bekanntschaft einer Ordensschwester im Jahr 1968 erkannte sie, dass Armut aus unfairen Strukturen resultiert.[2]

Sie förderte bei Schülerinnen und Schülern ein politisches Bewusstsein und setzte sich aktiv für Menschenrechte ein. Mit ihnen diskutierte sie über den Kalten Krieg, die politischen Hintergründe der damaligen Studentenproteste sowie die Ursachen des Hungers in Afrika.[1] Im Amberger Gymnasium unterrichtete sie bis zu ihrem Ruhestand 1992.[4]

Anschließend wurde sie, im Alter von 67 Jahren, als Übersetzerin für die Kongregation ins Generalat nach Rom berufen, wo sie mehrere Jahre lang arbeitete.[4] Als sie in Rom als Dolmetscherin zu arbeiten begann, engagierte sie sich weiter in sozialen Bereichen, teilweise auch international.[2]

Ingeborg Gersing verstarb am 5. März 2019 im Alter von 94 Jahren[4] in ihrer Heimatstadt Amberg.[1]

Ehrung

Ingeborg Gersing wurde mit der Aufnahmen in das Projekt FrauenOrte in Bayern geehrt, anders als in anderen Bundesländern sind die Orte in Bayern virtuell. Das Konzept Frauenorte will das Leben und Wirken von Frauen sichtbar machen.[1]

Einzelnachweise

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