Ingeborg Jentsch

deutsche Politikerin und Unternehmerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Ingeborg Jentsch (geboren am 28. März 1934 in Nürnberg; gestorben am 27. Juni 2023 in Hohenwarth) war eine deutsche Politikerin und Unternehmerin.

Leben

Ingeborg Jentsch wurde am 28. März 1934 in Nürnberg geboren und sie war das zwölfte von vierzehn Kindern. Sie machte eine Ausbildung zur Industriekauffrau und gegen den Widerstand ihrer Eltern heiratete sie 1961 den 40 Jahre älteren Julius Jentsch.[1] Ihre Tochter wurde ein Jahr später geboren und die Familie zog 1963 nach Blaibach. Gemeinsam gründeten sie dort eine Strickfabrik. Das Unternehmen wuchs rasch und vor allem Frauen fanden dort Arbeit. Jentsch trat 1971 in die CSU ein und war schnell auch im Vorstand auf kommunaler Ebene in mehreren Ortschaften tätig. So war sie stellvertretende Vorsitzende in Cham, Vorsitzende in Blaibach, Beisitzerin in der Oberpfalz sowie Schriftführerin in Blaibach.[2]

Ihr Mann starb 1973 und sie wurde mit 39 Jahren zur Witwe und alleinerziehenden Mutter. Zu der Zeit war eine neue Produktionsstätte noch im Bau, diese wurde erst nach dem Tod von Julius Jentsch fertig. Der Betrieb fertigte hochwertige Damenbekleidung. Ingeborg Jentsch trug die Verantwortung für den Betrieb nun alleine. Gleichzeitig begann sie, sich politisch für Frauen einzusetzen.[3] Ihre politische Aktivität führte dazu, dass sie von 1978 bis 2008 Kreisrätin in Cham und von 1984 bis 2008 Gemeinderätin in Blaibach war.[2] 1977 wurde sie Vorsitzende der Frauenunion im Kreisverband Cham, 1978 Kreisrätin.[3] Die Strickfabrik musste Jentsch 2003 schließen. Die gewonnene Zeit nutzte sie, um sich weiter sozial zu engagierten, wie bei der Tafel und bei der Beratungsstelle von Donum Vitae. Jentsch galt als Wegbereiterin für Frauen in Wirtschaft und Politik.[1]

Ingeborg Jentsch starb am 27. Juni 2023.

Ehrungen

Für ihr Wirken wurde Ingeborg Jentsch mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande gewürdigt. Sie erhielt die Dankurkunde für besondere Verdienste um die Kommunale Selbstverwaltung durch den Freistaat Bayern und war Trägerin der Bürgermedaille der Gemeinde Blaibach.[4] In Blaibach wurde Ingeborg Jentsch mit einem FrauenOrt geehrt.[3]

Einzelnachweise

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