Inseli (Luzern)
Halbinsel im Vierwaldstättersee in der Schweizer Stadt Luzern hinter dem Bahnhof und dem KKL
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Das Inseli ist ein kleiner Park am Ufer des Vierwaldstättersees in der Schweizer Stadt Luzern. Die kleine Halbinsel liegt hinter dem Bahnhof und dem Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL). Der Stadtpark dient als öffentlicher Nutzungsraum für diverse Veranstaltungen im ganzen Jahr.

Name
Der Name «Inseli» (schweizerdeutscher Diminutiv von Insel) ist irreführend, da der westliche Wasserkanal des ehemals bestehenden Inselchens aufgeschüttet wurde.
Infrastruktur und Veranstaltungen
Vom Frühling bis Herbst befinden sich im Inseli-Park am Süd- und Nordende zwei mobile «Buvetten» (Sommerbars am Wasser). Ausserdem gibt es eine Liegewiese, einen kleinen Spielplatz und ein öffentliches WC. Grössere Anlässe sind im Sommer die Live-Übertragung des Eröffnungskonzerts vom Lucerne Festival, im Herbst die Lozärner Määs (Warenmesse mit Chilbi) und im Winter der Weihnachtsmarkt «Rudolfs Weihnacht».
Geschichte

Ab dem 18. Jahrhundert stand ein kleiner zweistöckiger Landsitz auf dem Inseli, der im Sommer genutzt wurde. Es war der einzige im Stadtgebiet auf dem Wasser. Mehrere Luzerner Patrizierfamilien wechselten den Besitz des Hauses. Nach 1819 wurde mit einer Umgestaltung des Hauses auch die gesamte Insel in einen französischen Park umgewandelt. Ab 1867 wohnte Philipp Anton von Segesser im Gebäude. 1876/77 schüttete er die Insel weiter auf. Mit dem Bau des Brünigbahnhofs wurde 1893 das südliche Ende aufgeschüttet.
Am 23. November 1924 kaufte die Stadt nach Zustimmung der Bevölkerung das Inseli, um eine Überbauung zu vermeiden. Ab diesem Zeitpunkt war der Park öffentlich zugänglich. Zwei Jahre später entfernte die Stadt das Haus. Den Kanal für Carparkplätze aufzufüllen, wurde von der Stimmbevölkerung ein erstes Mal abgelehnt, bevor diese ca. 20 Jahre später (1955) trotzdem gebaut wurden. Seither war es keine richtige Insel mehr. Zwischen 1954 und 1958 fanden weitere Änderungen statt: die Volière aus dem Vögeligärtli wurde hierhin gezügelt, der Park wurde umgestaltet und mit einer WC-Anlage ergänzt. Auch fand Hugo Siegwarts Schwinger-Skulptur seinen Standort.
Die Schaubudenmääs (Chilbi) zog bereits 1934 auf das Inseli, ab 1955 auf den Carparkplatz. Die Warenmääs folgte 1967 und wird seither im Park selbst aufgestellt.[1]
Ab 2008 entstanden die beiden Buvetten, die durch die Stadt Luzern ausgeschrieben werden. Diese dienen zur gezielteren Durchmischung und somit auch zur Sicherheit der Inseli-Besuchenden.[2]

2017 wurde die städtische Volksinitiative «Lebendiges Inseli statt Blechlawine» angenommen. Dabei wurden die bestehenden Carparkplätze aufgehoben. In Zukunft sollte dort die Grünfläche erweitert werden. Aktuell gibt es auf dem ehemaligen Parkplatz eine Zwischennutzung bis Ende 2027 mit einer Buvette, einer kleinen Bühne und Wechselbespielung von Frühling bis Herbst.[3] Eine weitere städtische Volksinitiative «Die Määs muss auf dem Inseli bleiben!» wurde 2023 angenommen. Diese setzt voraus, dass, auch bei der Umgestaltung des Inselis in Zukunft, die Luzerner Herbstmesse weiterhin dort stattfindet.[4]
Zukunft
Da die erste Initiative (Erweiterung Grünfläche) nicht mit der zweiten umsetzbar ist (die Määs kann nicht auf einer Wiese stattfinden), wurde ein Studienauftrag ausgeschrieben. 2025 wurde ein Gewinner aus sechs Vorschlägen festgelegt. Dieser befindet sich nun als Bauprojekt in der Ausarbeitung bis 2027. Ab 2029 sollen die Bauarbeiten beginnen und bis 2031 die Neugestaltung des Inseli abgeschlossen sein.
Das Projekt sieht eine ganzjährige Buvette im Süden und eine mobile Buvette im Norden vor. Die Grünfläche soll vergrössert werden. Neu kommen Tischtennistische, eine Pétanquebahn und weitere Attraktivierungen dazu. Zusätzlich wird die Uferfläche auch ökologisch aufgewertet.[4]
Weblinks
- Inseli-Park. Luzern Tourismus