Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien
interdisziplinäres Forschungszentrum an der Universität Osnabrück
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Das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum an der Universität Osnabrück. Es beschäftigt sich mit Aspekten räumlicher Mobilität und interkultureller Begegnung in Geschichte und Gegenwart.
Geschichte
Eröffnet wurde das IMIS 1991 auf Initiative des Migrationsforschers Klaus Jürgen Bade. Es war das erste Institut für Migrationsforschung an einer deutschen Universität. Seit 1995 ist das Institut Herausgeber des Journals IMIS-Beiträge.[1] 1998 waren Wissenschaftler des Instituts maßgeblich an der Gründung des Rat für Migration beteiligt.[2] 2004 war das Institut Gründungsmitglied von IMISCOE (International Migration Research Network)[3] und 2017 Gründungsmitglied der DeZIM-Forschungsgemeinschaft.[4]
Heute gehören ihm ca. 60 Mitglieder aus verschiedenen Disziplinen an: u. a. Erziehungswissenschaft, Ethnologie, Geographie, Geschichte, Geschlechterforschung, Politikwissenschaften, Psychologie, Rechtswissenschaften, Religionswissenschaft, Soziologie, Sprachwissenschaften.[5]
Thematische Ausrichtung
Neben der Forschung zu Migration und migrationsinduzierten Prozessen fördert das IMIS den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis, ist in der Information und Beratung von Politik und zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie der politischen Bildung aktiv.[6]
Die Forschungsinteressen und Forschungsprojekte am IMIS bündeln sich derzeit in vier Feldern:[7]
- Migrationsregime
- Flucht und Schutzsuchende: Bedingungen, Formen und Folgen von Gewaltmigration
- Migrationsgesellschaften
- Wissensproduktion
Seit 2004 wird der interdisziplinäre Master-Studiengang Internationale Migration und Interkulturelle Beziehungen (IMIB) angeboten.[8] Der Studiengang ist Teil des Double-Degree Master Programms European Master in Migration Studies (EuMIGS).[9]
Direktorinnen und Direktoren
- 1991–1997: Klaus Jürgen Bade
- 1997–2002: Hans-Joachim Wenzel
- 2002–2005: Klaus Jürgen Bade
- 2005–2009: Michael Bommes
- 2009–2020: Andreas Pott
- seit 2021: Helen Schwenken
(Ehemalige) Mitglieder des IMIS (Auswahl)
- Rauf Ceylan (Gegenwartsbezogene Islamforschung)
- Aladin El-Mafaalani (Erziehungswissenschaften/Soziologie), jetzt TU Dortmund
- Thomas Groß (Rechtswissenschaften)
- Ulrike Krause (Flucht- und Flüchtlingsforschung), jetzt Universität Münster
- Jochen Oltmer (Geschichte)
- Andreas Pott (Sozialgeographie)
- Christoph Rass (Geschichte)
- Ulrich Schneckener (Politikwissenschaften)
Veröffentlichungen des Instituts
- Zeitschrift für Migrationsforschung (ZMF) / Journal of Migration Studies
- IMIS Working Papers
- Buchreihe ›Migrationsgesellschaften‹
- Inventar der Migrationsbegriffe
- Studien zur Historischen Migrationsforschung (SHM)
- Online-Portal ›Migration und Integration‹ für die Bundeszentrale für politische Bildung