Integrated Head Protection System
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Das Integrated Head Protection System (IHPS) ist, Stand 2026, der neueste Gefechtshelm der United States Army und soll langfristig den Advanced Combat Helmet sowie den Enhanced Combat Helmet ersetzen.[1]
| Integrated Head Protection System | |
|---|---|
| Typ | Gefechtshelm |
| Herkunftsland | Vereinigte Staaten |
| Einsatzgeschichte | |
| Im Dienst | 2019–heute |
| Nutzer | U.S. Army |
| Kriege | Globaler Krieg gegen den Terrorismus |
| Produktionsgeschichte | |
| Hersteller | Ceradyne 3M |
| Produziert | 2019–heute |
| Anzahl produziert | über 119.000 |
| Spezifikationen | |
| Gewicht | Größe M: ca. 1,36 kg |
Es wurde vom Soldier Protection System (SPS)-Programm des US Army PEO Soldier entwickelt und wird von Avon Protection Ceradyne, einer Tochtergesellschaft von Avon Protection, hergestellt.
Der Helm wurde erstmals 2019 an Truppen ausgegeben, die in Kampfgebieten in Afghanistan, Irak und Syrien eingesetzt wurden. Zwischen 2018 und 2022 wurden schätzungsweise 119.000 IHPS-Helme an Soldaten ausgegeben.
Geschichte

Die Entwicklung des IHPS-Helms begann 2013[2] als Ersatz für den Advanced Combat Helmet und den Enhanced Combat Helmet im Rahmen des Soldier Protection System-Programms der U.S. Army, das darauf abzielt, den Schutz und die Leistungsfähigkeit der Soldaten zu verbessern und gleichzeitig das Gewicht der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) zu reduzieren. Die Auslieferung der Kleinserie (Low Rate Initial Production) begann im zweiten Quartal des Haushaltsjahres 2018.[3] Der Helm wurde erstmals im Rahmen des Rapid Fielding Initiative (RFI)-Programms an in Kampfgebieten eingesetzte Truppen ausgegeben.

Im Oktober 2019 wurde berichtet, dass das neu eingeführte Kinnschutzstück des Helms einem Soldaten in Afghanistan das Leben gerettet hatte, indem es seinen Hals vor einem auf sein Fahrzeug geworfenen Ziegelstein schützte.[4]
Der IHPS wurde von Soldaten der 25. Infanteriedivision der U.S. Army während des Angriffs auf die US-Botschaft in Bagdad 2019–20 eingesetzt.
Im Februar 2024 begann die U.S. Army mit der Einführung der nächsten Generation des IHPS (NG IHPS), der Schutz gegen Gewehrgeschosse bietet und dabei dasselbe Gewichtsprofil beibehält. Die Einführung begann mit der 82. Luftlandedivision und soll bis Ende 2024 auch auf die 101. Luftlandedivision ausgeweitet werden.[5] Die Army plant, bis 2028 insgesamt 190.000 NG IHPS-Helme auszugeben.

Design
Der IHPS bildet zusammen mit dem Military Combat Eye Protection (MCEP) den Kopfschutzbestandteil des Soldier Protection Systems. Der IHPS soll 5 % leichter sein als frühere Helme und bietet gleichzeitig verbesserten Schutz gegen stumpfe Krafteinwirkungen, passiven Gehörschutz sowie ballistischen Schutz. Eine optionale Zusatzpanzerplatte mit einem Gewicht von ca. 0,9 kg ist für verbesserten ballistischen Schutz erhältlich.[6] Der ursprüngliche IHPS schützt gegen Pistolenprojektile und Splitter, während der Next Generation IHPS den Schutz auf Gewehrprojektile ausweitet. Der IHPS ist in den Größen S, M, L und XL erhältlich. Der IHPS verwendet ein schraubenloses Kinnriemen-Haltesystem, im Gegensatz zu früheren Helmen, bei denen vorgebohrte Löcher für Schrauben zur Befestigung des Kinnriemens am Helm erforderlich waren, was ballistische Schwachstellen verursachte.[7] Der IHPS verfügt über ein optionales Kinnschutzstück mit Augenschild zum Schutz des Mittelgesichtsbereichs sowie Seitenschienen zur Befestigung von Ausrüstungsgegenständen wie Taschenlampen, Kameras und helmmontierten Headsets.[3] Sowohl das herkömmliche AN/PVS-14 als auch das AN/PSQ-20 Nachtsichtgerät können montiert werden, ebenso wie das neue AN/PSQ-42 ENVG-B. Der IHPS wird mit einer einfachen Nachtsicht-Basisplatte und einem Operational-Camouflage-Pattern-Helmüberzug geliefert.
Ende 2021 gab Avon Protection Ceradyne die abgeschlossene Entwicklung eines proprietären schienenmontierten Adapters für von 3M hergestellte Peltor ComTac-Headsets bekannt – vermutlich als Reaktion auf die häufige Kritik von Soldaten, dass dem Helm bisher Kommunikationsintegrationsmöglichkeiten fehlten, die mit der steigenden Beliebtheit von High-Cut-Helmen immer mehr zum Standard werden.[8]