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Interac

Kanadisches Debitkarten-System From Wikipedia, the free encyclopedia

Interac ist ein kanadisches Interbankennetzwerk und Zahlungsdienstleister. Derzeit gehören 83 Banken und Genossenschaftsbanken dem Netzwerk an. Es betreibt das Debitkartensystem in Kanada. Es ist außerdem ein Zahlungsdienstleister und bietet Dienstleistungen in den Bereichen Cybersicherheit und digitale Identität an. Interac betreibt außerdem über 59.000 Geldautomaten in ganz Kanada.

Schnelle Fakten
Interac
Logo
Rechtsform
Gründung 1984
Sitz Royal Bank Plaza, Toronto, Kanada Kanada
Leitung Jeremy Wilmott
Mitarbeiterzahl ca. 1000
Branche Debitkarten und Zahlungsdienst
Website interac.ca
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Geschichte

Interac wurde 1984 als Nonprofit-Organisation von fünf kanadischen Banken gegründet: Scotiabank, Toronto-Dominion Bank, Caisses Desjardins, der Royal Bank of Canada und der Canadian Imperial Bank of Commerce.[1] Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich im Royal Bank Plaza in Toronto. Interac wurde gegründet, um das Debitkartensystem für alle großen Banken in Kanada zu verwalten und zu betreiben.[1] 1996 gründete Interac die Tochtergesellschaft Acxsys, die Zahlungsdienstleistungen anbot. Im Jahr 2005 gründete Acxsys Interac Online, einen Online-Bezahlsystem ähnlich wie iDEAL in den Niederlanden und Giropay in Deutschland. Interac Online wickelte auch Steuerzahlungen und Studiengebührenzahlungen an Universitäten ab. Am 1. Februar 2018 fusionierten Interac mit Acxsys.[2][3] Am 31. Oktober 2024 wurde Interac Online eingestellt.[4] Im November 2025 brachte Interac Konek als Nachfolger von Interac Online auf den Markt.[5]

Im Jahr 2019 erwarb Interac das Cybersicherheitsunternehmen 2Keys Corporation.[6][7] Im Jahr 2021 unterzeichneten sie eine Vereinbarung zur Bereitstellung von digitalen Identitätsdiensten für Regierungen in Kanada.[8][9] Am 8. Juli 2022 führte ein landesweiter Ausfall von Rogers Communications zur Unterbrechung der Interac-Dienste.[10][11] Etwa einen Tag lang konnten Unternehmen in Kanada keine Zahlungen per Debitkarte annehmen.[10][12] Im Anschluss daran erklärte Interac, man werde eine Vereinbarung mit einem zweiten Telekommunikationsunternehmen unterzeichnen, um Redundanz zu gewährleisten.[13]

Einzelnachweise

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