Inuru

deutsch-polnisches Technologieunternehmen From Wikipedia, the free encyclopedia

Inuru GmbH ist ein deutsch-polnisches Technologieunternehmen, das flexible, gedruckte organische Leuchtdioden (OLED) entwickelt und herstellt[1]. Die vom Unternehmen entwickelten OLED-Module sind für den Einsatz in Verpackungen, Etiketten sowie in Bereichen wie Wearables und Unterhaltungselektronik vorgesehen[2]. Damit wird die OLED-Technologie auch außerhalb klassischer Displays eingesetzt[3]. Die frühe Entwicklung der Inuru-Technologie wurde durch das deutsche Förderprogramm EXIST Forschungstransfer unterstützt[4]. In der Fachpresse wird Inuru als Unternehmen beschrieben, das gedruckte OLED-Technologie für Nischenanwendungen entwickelt[5].

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Begründung: Laut Jahresabschluss 2023 handelt es sich um eine kleine Kapitalgesellschaft mit durchschnittlich 33 Mitarbeitern. Erfüllung der Einschlusskriterien für Unternehmen oder allgemeine enyzklopädische Relevanz sind nicht dargestellt. --Seemannssonntag (Diskussion) 21:55, 12. Mär. 2026 (CET)

Geschichte

Die frühe Entwicklung der Inuru-Technologie wurde durch das deutsche Förderprogramm EXIST Forschungstransfer gefördert[4], das innovative technologieorientierte Gründungsvorhaben unterstützt[6].

Das Unternehmen wurde 2016 gegründet[2]. Zu den Gründern zählen Marcin Ratajczak und Patrick Barkowski[3]. In den folgenden Jahren weitete Inuru seine Tätigkeit in Deutschland aus und konzentrierte sich auf die Weiterentwicklung von Druckverfahren sowie auf die Zusammenarbeit mit Verpackungsherstellern und Unternehmen aus der FMCG-Branche[3].

Ein Schritt zur Ausweitung der Produktion erfolgte im März 2024 mit der Eröffnung einer Produktionsstätte in Wildau bei Berlin[7]. Die Anlage wurde für den Inkjet-Druck flexibler OLEDs ausgelegt. Mit der Eröffnung der Produktionsstätte schuf das Unternehmen die Voraussetzungen für die Massenproduktion von OLED-Displays[7].

Technologie

Das Unternehmen entwickelt und produziert gedruckte OLED-Module. Für deren Herstellung nutzt Inuru ein Inkjet-Druckverfahren[8].

Die hergestellten Lichtmodule sind flexibel und für die Integration in verschiedene Produkte geeignet[5]. Die Module können mit kompakten Energiequellen betrieben werden, darunter kleine Batterien[9].

Die OLED-Module können unter anderem durch Berührung, Bewegung oder einfache elektronische Schaltungen aktiviert werden. Dadurch sind interaktive Anwendungen möglich[3].

Das Unternehmen verfügt über Patente im Zusammenhang mit optoelektronischen Komponenten, OLED-Strukturen und Produktionsverfahren[10]. Die entwickelte Technologie wird auch außerhalb der klassischen Display-Industrie eingesetzt, unter anderem in intelligenten Verpackungen und interaktiven Materialien[3].

Anwendungen und Produkte

Die Technologie von Inuru wird vor allem in beleuchteten und interaktiven Verpackungen eingesetzt, darunter Etiketten und Verpackungslösungen für Marketing- und Markenanwendungen[3]. Frühere Projekte entstanden in Zusammenarbeit mit dem Verpackungshersteller Karl Knauer. Dazu gehörte unter anderem ein Coca-Cola-Flaschenetikett mit integrierter OLED-Technologie[11].

Weitere Anwendungsbereiche sind tragbare Elektronik sowie Anwendungen im Bereich Verpackung und Markenkommunikation[3].

Die Fachzeitschrift Display Daily bezeichnete die Technologie des Unternehmens als „erste Verpackungstechnologie dieser Art“, die interaktive Anwendungen ermögliche[3].

Produktion

Seit 2024 betreibt Inuru eine Produktionsstätte in Wildau. Die Produktion in der Fabrik erfolgt auf einer vollautomatisierten Produktionslinie, auf der leuchtende, ultradünne Schichten auf PET-Kunststoff gedruckt werden. Mit der Inbetriebnahme der Anlage schuf das Unternehmen die Voraussetzungen für die Massenproduktion von OLED-Displays.[7]

Auszeichnungen

Zu den Auszeichnungen des Unternehmens und seiner Partner zählen unter anderem:

  • Deutsch-Polnischer Wirtschaftspreis (2025)[12], verliehen von der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer
  • German Innovation Award (2018)[11] für ein gemeinsam mit Karl Knauer entwickeltes Verpackungsprojekt mit OLED
  • German Packaging Award (2017)[13] für die Integration von OLED-Modulen in Verpackungen

Investoren und Finanzierung

Die Entwicklung des Unternehmens wurde unter anderem durch Fördermittel aus dem Programm EXIST-Forschungstransfer[4] sowie durch Venture-Capital-Finanzierungen unterstützt[14].

2020 erhielt Inuru eine Series-A-Finanzierung in Höhe von 2,3 Millionen Euro unter Führung des Warschauer Venture-Capital-Fonds ARIA[14].

Zu den öffentlich genannten Investoren gehören ARIA, Adamed Technology und Aper Ventures[15].

Mehrere Finanzierungsrunden des Unternehmens, darunter eine in Höhe von 9,5 Millionen Euro im Jahr 2023, wurden in der Fachpresse beschrieben[15].

Einzelnachweise

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