Ipsdienol

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Ipsdienol ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Terpenalkohole und ein Pheromon verschiedener Borkenkäfer-Arten der Gattung Ips.[2]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Ipsdienol
Ipsdienol ohne Angabe der Stereochemie
Allgemeines
Name Ipsdienol
Andere Namen

2-Methyl-6-methylen-2,7-octadien-4-ol

Summenformel C10H16O
Kurzbeschreibung

farblose ölige Flüssigkeit mit angenehmen Geruch[1][2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 238-408-8
ECHA-InfoCard 100.034.901
PubChem 85734
Wikidata Q55756695
Eigenschaften
Molare Masse 152,23 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[2]

Dichte

0,9 g·cm−3[3]

Schmelzpunkt

−25 °C[3]

Siedepunkt

233 °C[3]

Dampfdruck

0,01 mmHg[3]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser[3]

Brechungsindex

1,47[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 400
P: 273391501[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Isomere

Ipsdienol hat ein stereogenes Zentrum am Kohlenstoffatom der Position 4 und tritt somit in Form zweier Enantiomere auf: (R)-(−)-Ipsdienol und (S)-(+)-Ipsdienol.

Isomere von Ipsdienol
Name (S)-Ipsdienol(R)-Ipsdienol
Andere Namen (+)-Ipsdienol(−)-Ipsdienol
Strukturformel
CAS-Nummer 35628-00-360894-97-5
14434-41-4 (unspez.)
EG-Nummer 609-154-9
238-408-8 (unspez.)
ECHA-Infocard 100.128.974
100.034.901 (unspez.)
PubChem 92301181296
85734 (unspez.)
Wikidata Q13422964Q27158231
Q55756695 (unspez.)

Vorkommen

Das (R)-Enantiomer wird von Ips confusus genutzt, einem Schädling der Gelb-Kiefer, während das (S)-Enantiomer ein Pheromon von Ips paraconfusus ist.[4]

Es ist auch als Pheromon verschiedener Arten von Borkenkäfern (Scolytidae) bekannt. Darüber hinaus wurde in neun Orchideenarten ein hoher Anteil an Ipsdienol in ihrem Blütenduft nachgewiesen. Synthetisches, racemisches Ipsdienol lockte in Feldversuchen in Panama, Mexiko und Peru mehrere Arten von euglossischen Bienen an.[5]

Gewinnung und Darstellung

(R)-(−)-Ipsdienol und sein Antipode können aus (R)-(+)-Glyceraldehydacetonid bzw. (R)-(+)-Apfelsäure synthetisiert werden. Damit wurde die S-Konfiguration des natürlich vorkommenden (+)-Ipsdienol nachgewiesen.[6] Daneben sind noch einige weitere Syntheseverfahren bekannt. So zum Beispiel die Reaktion von 1,4-Dibrom-2-(brommethyl)but-2-en mit Zink, gefolgt von der Behandlung mit 3-Methylbutanal und 3-Methylbut-2-enal, ergibt racemisches Ipsenol und Ipsdienol in 64 und 50 % Ausbeute.[7][8]

Einzelnachweise

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